Kubus mit Akzent

Einem Kubus ähnelt der Baukörper des Neuen Bauhaus-Museums. Baustart soll 2013 sein. Quelle: Klassik Stiftung Weimar (Foto: KSW)
Weimar: Weimarhallenpark | Einem Kubus wird das Neue Bauhaus-Museum ähneln, das bis zum Jahr 2015 vis-a-vis vom Weimarhallenpark und in unmittelbarer Nähe zum Gauforum und Neuen Museum entstehen soll. Hier entwickelt sich eine Museumslandschaft, die – ergänzt um das in der Nähe befindliche Stadtmuseum – die Widersprüchlichkeiten Weimars an einem Ort vereint: Klassik, Bauhaus, Nazizeit.
Der Siegerentwurf für den Museumsbau stammt von den Berliner Architektur-Professoren Heike Hanada und Benedict Tonon. Sie haben sich gegen ursprünglich 536 Bewerber durchgesetzt. Christoph Matschie, Thüringer Kulturminister und zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates der Klassik Stiftung Weimar, ist sich sicher, dass das neue Bauhaus-Museum städtebaulich neue Akzente setzen wird.

Erklärtes Ziel sei es von Anfang an gewesen, dem Museumsbau eine markante Präsenz einzuräumen, betonte während der öffentlichen Präsentation des Siegerentwurfes Heike Hanada. Aus gegossenem Beton mit einer horizontal gegliederten Glasfassade wird der Museumsbau entstehen. Nachts sorgen LED-Lichter für eine diffuse Beleuchtung des Kubus.

Überzeugt hatte der Entwurf auch durch seine flexible Innenaufteilung, eine schlüssige Wegführung sowie Kaskadentreppen, die architektonische Elemente aus dem Weimarhallenpark wieder aufnehmen.

In Kürze sollen die Verträge mit beiden Architekten vertraglich fixiert werden. Anschließend wird eine Planergruppe zusammengestellt. Über den genauen Baustart will man sich bei der Klassik Stiftung als Bauherr nicht festlegen. Fest steht aber, dass der Grundstein irgendwann im Jahr 2013 gelegt wird.
Mit dem neuen Museum werden große Hoffnungen verbunden. Das Bauhaus zöge mehr Besucher nach Weimar als Goethe, ist sich Professor Wolfgang Holler, Museumsdirektor der Stiftung sicher. Das sieht Minister Matschie nicht anders. Das neue Museum hebe Weimar als Ursprungsort des Bauhauses hervor. Gerade mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2019 (100 Jahre Bauhaus) sei das ein klares Signal.

Es ist geplant, den Siegerentwurf im neuen Museum öffentlich zu präsentieren, um damit dem Weimarer Bürger Gelegenheit zu geben, sich mit dem für ihre Stadt so wichtigen Bauvorhaben auseinanderzusetzen.
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2 Kommentare
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Steffen Weiß aus Gera | 13.07.2012 | 12:32  
Simone Schulter aus Weimar | 13.07.2012 | 13:08  
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