Lesung mit Ivan Ivanji, Schriftsteller, Übersetzer, Diplomat, Überlebender von Auschwitz und Buchenwald, am 15. September 2015 um 19.30 Uhr im Hotel „Elephant“

Wann? 15.09.2015 19:30 Uhr

Wo? Hotel Elephant, Markt 19, 99423 Weimar DE
Weimar: Hotel Elephant | Weimar. „Ich möchte einiges vorlesen, was nichts oder kaum etwas mit dem Holocaust zu tun hat“, skizziert Ivan Ivanji die Überlegungen zu seiner diesjährigen Lesung in Weimar. Der in Belgrad lebende Schriftsteller, Übersetzer und Diplomat, der Auschwitz und Buchenwald überlebt hat, kann dabei auf ein breites literarisches Repertoire an Themen und Genres zurückgreifen. Bereits einige der Texte, aus denen er zu lesen plant, lassen dies erahnen. Darunter sind die Kurzgeschichte „Leichen im Garten des Generals“, der vom Autor neu übersetzte und im vergangenen Jahr veröffentlichte Roman „Kaiser Konstantin“ oder der in Serbien sehr erfolgreiche und demnächst auf Deutsch erscheinende Politkrimi „Stalins Säbel“.

Ivan Ivanji, in Weimar schon lange kein Unbekannter mehr, verbindet eine besonders enge und freundschaftliche Beziehung mit dieser Stadt. Er hat bereits wiederholt hier gelesen und Reden zu wichtigen Anlässen gehalten. Sein von der Geschichte Franz Ehrlichs inspirierter Roman „Buchstaben von Feuer“ spielt hauptsächlich in Weimar. Die Veranstalter der jetzigen Lesung – das Hotel „Elephant“ Weimar, die Literarische Gesellschaft Thüringen e. V. und die Gedenkstätte Buchenwald – hoffen einmal mehr auf zahlreiche Interessierte, Leser und Kenner seiner Werke unter den Zuhörern. Die Lesung beginnt am 15. September 2015 um 19.30 Uhr in der Bibliothek des traditionsreichen Hotels am Markt 19 in Weimar. Der Eintritt ist frei.

Ivan Ivanji: Geboren am 24. Januar 1929 in Zrenjanin (Banat, heute Vojvodina, Serbien) in einer jüdischen Ärztefamilie. Verhaftet in Novi Sad und von März 1944 bis April 1945 in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz und Buchenwald. Journalist, Verlagslektor, Dramaturg und Direktor mehrerer Belgrader Theater, von 1974 bis 1978 Botschaftsrat Jugoslawiens in Bonn. Von 1982 bis 1988 Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. Veröffentlicht seit 1951 zuerst auf Serbisch, danach auch auf Deutsch. Zwanzig Jahre lang war er auch Dolmetscher Titos und der jugoslawischen Staats- und Parteiführung für die deutsche Sprache. Er nahm teil an wichtigen internationalen Konferenzen, so der Gründungskonferenz der KSZE 1975 in Helsinki und der Gipfelkonferenz der Blockfreien 1979 in Havanna. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Belgrad und Wien. Romane: Kaiser Diokletian, 1976; Barbarossas Jude, 1996; Der Aschenmensch von Buchenwald, 1999; Titos Dolmetscher – als Literat am Pulsschlag der Zeit, 2007; Buchstaben von Feuer, 2011; Mein schönes Leben in der Hölle, 2014 u. v. m. Aus dem Deutschen ins Serbische übersetzt hat er unter anderem Werke von Günter Grass, Heinrich Böll, Bertolt Brecht, Milo Dor, aus dem Serbischen ins Deutsche Danilo Kiš, David Albahari u. a.
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