Maria Pawlowna - Förderin der Künste und soziale Wohltäterin

Autorin Rita Seifert bei der Lesung
 
Mirjam Hinrichs am Klavier spielt Franz Liszt
In der Musikschule "Johann Nepomuk Hummel" Weimar, im ehrwürdigen Coudraysaal, welchen 1826 Johann Wolfgang von Goethe eingeweiht hat, wurde Maria Pawlowna anlässlich ihres 230. Geburtstages geehrt.
Gemeinsam luden mit der Musikschule dazu ein: der Museion e.V., die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft e.V., die Hummel-Gesellschaft Weimar e.V. und die Maria Pawlowna Gesellschaft e. V.
Die gebürtige Weimarerin und Autorin Rita Seifert, Diplom- Archivarin (FH),
Magistra Literaturwissenschaft/Geschichte, konnte gewonnen werden, um aus Ihrem Buch über Maria Pawlowna zu lesen.

Rita Seifert schildert kenntnisreich und anschaulich das Leben und Wirken der russischen Zarentochter und späteren Großherzogin. Beginnend mit ihrer Kindheit in Russland, spannt sich der Bogen über ihre Eheschließung mit dem Weimarer Erbprinzen zu ihrer Zeit am Weimarer Hof. Zeitgenössische Berichte ergänzen die aufschlussreiche Darstellung ebenso wie eine biografische Übersicht der wichtigsten Lebensdaten.
Ein umfangreiches Kapitel widmet sie dem Verhältnis Maria Pawlownas und Friedrich Schillers und präsentiert eine Transkription des Originaltextes „Die Huldigung der Künste“, den Schiller aus Anlass der Ankunft Maria Pawlownas in Weimar im November 1804 als sein letztes vollendetes Werk verfasste.
1828 starb ihr Schwiegervater Großherzog Carl August und Maria Pawlownas Ehemann bestieg den Thron, sie wurde so zur Großherzogin.
Besondere Bedeutung erlangte die Großherzogin als Fördererin der Künste am Weimarer Hof. Sie trat damit in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Anna Amalia, die einst den Ruf Weimars als „Musenhof“ begründet hatte.
Aber auch die Bibliotheken, die nicht allein unter dem Einfluss bedeutender Literaten und Gelehrter wie Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und Christoph Martin Wieland standen, die Musikschulen und auch die Gemäldesammlungen verdankten viel ihrer großzügigen Förderung.

In Maria Pawlownas Zeit fiel auch die Industrialisierung des Kleinstaates. Maria Pawlowna hatte auch ein Herz für das einfache Volk, die Armen und deren Probleme. So befürwortete sie die Errichtung eines Sparkassenvereins und nahm sich der Existenzsicherung von Frauen an. Für soziale Vorhaben verwendete sie Gelder aus ihrer Privatschatulle. Von den Weimarern wurde sie als „Engel der Armen, Kranken und Waisen“ geliebt und verehrt.

Die Lesung wurde musikalisch von drei hervorragenden Musikschülern, Christian Gentemann - Klavier,Ulrike Fitzke - Gitarre und Mirjam Hinrichs - Klavier bereichert, welche mit Ihrem Können das Publikum bezauberte. Der Direktor der Musikschule Dr. Gernot Grohs war sehr stolz, den 30 Zuhörern die erfolgreichen Musiktalente mit gut ausgewählten Werken präsentieren zu können.

Die vier Vereine bedanken sich herzlich bei der Autorin Rita Seifert und dem Direktor der Musikschule für gelungene Veranstaltung. Das interessierte Publikum wurde über weitere Veranstaltungen zur Würdigung von Maria Pawlowna informiert, wie der Filmvorführung am 23.11.2016, 19:00 Uhr im mon ami-Kino und der Ausstellung russischer Künstler in Weimar „ Auf den Spuren von Maria Pawlowna“, Eröffnung ist am 22.November, 17:00 Uhr in der Tourist-Information.


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