Musik an ungewöhnlichen Orten

v.l. Anna Matz und Xiaoyi Bi
"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" – diese Erfahrung des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin lebt im von ihm 1977 gegründeten Verein Life Music Now weiter. An ungewöhnlichen Orten wie Haftanstalten, Psychiatrien oder Krankenhäusern und Pflegeheimen werden Konzerte klassischer Musik kostenfrei für Menschen angeboten, denen der Zugang zu großen Konzertsälen und -hallen verwehrt ist. Dargeboten werden die Stücke von jungen Musikern, die dafür vom Verein eine finanzielle Unterstützung erhalten und eine wichtige Erfahrung für ihre spätere Karriere machen können.

Im AWO-Pflegezentrum Weimar fand am 08.02.ein solches Konzert vor ca. 60 Bewohnern mit zum Teil schweren Demenzerkrankungen und Wachkoma-Patienten statt. Die Musikerinnen Anna Matz (Violine) und Xiaoyi Bi (Violoncello) spielten unter anderem Auszüge aus dem Freischütz oder animierten die Bewohner zum Mitsingen bei Liedern wie „Die Gedanken sind frei“. Gerade für diese Personengruppen stellt Musik oft ein letztes Verbindungsinstrument zur Außenwelt dar, sie wirkt äußerst stimulierend und anregend. "Musik ist eine universelle Sprache, die Menschen in beinahe allen Lebenssituationen erreicht, selbst wenn sie anscheinend nicht mehr kommunizieren können", ergänzt Bernd Lindig, Geschäftsbereichsleiter des AWO-Kreisverbandes. "Es war für mich eine Freude zu beobachten, wie selbst die moderneren Klänge eines Paul Hindemith die Aufmerksamkeit der Bewohner fanden."

Termine für weitere Konzerte im Pflegezentrum Weimar wurden bereits vereinbart.
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