„ORTE. BILDER. REFLEXIONEN“

Wann? 01.05.2016

Wo? Gedenkstätte Buchenwald, 99427 Weimar DE
Ausschnitt aus dem zwölften Blatt des „Buchenwald-Zyklus“ Klaus Boses von 1990, Graphit, 55 x 75 cm
Weimar: Gedenkstätte Buchenwald | Ausstellung mit Werken des Weimarer Künstlers Klaus Bose in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald bis Mai 2016 verlängert
Die zunächst von März bis Mai 2015 in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald ausgestellten Werke Klaus Boses sind aufgrund des großen Interesses dort nun noch bis zum 1. Mai 2016 zu sehen. Der Weimarer Künstler hatte sich vor dem Hintergrund seiner eigenen Familiengeschichte bereits Ende der 1980er-Jahre intensiv mit der Stadt und dem ehemaligen Lagergelände auf dem Ettersberg auseinandergesetzt. Zu dieser Zeit herrschte in der damaligen Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald der DDR noch ein Bild vor, das die Grautöne der Vergangenheit weitgehend aussparte. In ausgedehnten Streifzügen erkundete Klaus Bose die so eigentümliche historische Topographie. 1990 entstand sein Buchenwald-Zyklus, der zusammen mit Arbeiten zu Ernst Wiechert, Elie Wiesel und Jorge Semprún in der Kunstausstellung der Gedenkstätte zu sehen ist.
Aus Anlass seines 75. Geburtstages und des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald hatten die Stadt Weimar und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora den Künstler Klaus Bose mit der Doppelausstellung „ORTE. BILDER. REFLEXIONEN“ geehrt. Die in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald präsentierten Arbeiten sind nach der Verlängerung nun noch bis zum 1. Mai 2016 dort zu sehen.
Der Künstler und sein Werk
Klaus Bose wird 1940 in Bogotá, Kolumbien geboren. Seine Eltern fliehen vor der nationalsozialistischen Verfolgung aus Deutschland nach Südamerika, sein Onkel Hans war Häftling im KZ Buchenwald. Als er 11 Jahre alt ist, kehrt die Familie 1951 nach Deutschland zurück, um in Weimar ein neues Leben zu beginnen. Nach dem Besuch der Grundschule und einer Ausbildung zum Chemigrafen erweitert Klaus Bose seine künstlerischen Fertigkeiten unter Anleitung von Otto Paetz, Gottfried Schüler und Horst Jährling an einer Spezialschule für Grafik und Malerei. 1975 wird Klaus Bose in den Verband Bildender Künstler aufgenommen und arbeitet seither als freischaffender Maler und Grafiker in Weimar. 1994 gründet er mit Gleichgesinnten die Künstlergruppe Hohenfelden e.V. Studienreisen führen ihn unter anderem nach Ungarn, Litauen, Polen Tschechien, Italien, Israel, Portugal, Griechenland und die USA. Klaus Boses Werke sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
„ORTE. BILDER.REFEXIONEN“
bis 1. Mai 2016
Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald, Gebäude der ehemaligen Desinfektion
Mai – Oktober: Di-So 10-18 Uhr geöffnet, November/Dezember: Di-So 10-16 Uhr (letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung)
Informationen: Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Dr. Sonja Staar, Tel.: 03643-430 141, E-Mail: kunstsammlung@buchenwald.de
Eine Broschüre zur Ausstellung ist in der Gedenkstätte Buchenwald erhältlich.
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