PD Dr. Mechthild Gilzmer: Widerstand gegen die deutsche Besatzung Frankreichs 1940 bis 1944

Wann? 01.11.2013 19:30 Uhr

Wo? Tourist-Information , Markt 10, 99423 Weimar DE
Weimar: Tourist-Information | Vier Tage vor der Unterzeichnung des Waffenstillstands von Compiègne rief General Charles de Gaulle am 18. Juni 1940 von London aus seine Landsleute dazu auf, den Krieg fortzusetzen und sich seiner Bewegung „Freies Frankreich“ anzuschließen. Am 20. Juni sabotierte der Landarbeiter Etienne Achavanne die Telefonleitungen zwischen der Feldkommandantur der Deutschen Wehrmacht in Rouen und dem Luftwaffenstützpunkt Boos. Er wurde am 6. Juli 1940 als erstes Opfer des innerfranzösischen Widerstands hingerichtet. Dies sind nur zwei Beispiele aus einer Vielzahl von Akteuren und Bewegungen, die sich hinter der Bezeichnung „Widerstand in Frankreich“ verbergen. Die Unterschiede in den Motiven, politischen Zielsetzungen und konkreten Aktionen der Widerstandskämpfer und ihren Bewegungen machen es unmöglich, dieses komplexe Phänomen auf eine einfache Formel zu bringen. Der Vortrag versucht, einige zentrale Aspekte des französischen Widerstands herauszuarbeiten. Dabei werden auch der jüngste Forschungsstand und neuere Debatten einbezogen.

PD Dr. Mechthild Gilzmer, Jg. 1953, lehrt an der Universität des Saarlandes im Bereich Romanistik. Nach einem Studium der Romanistik und Germanistik in Saarbrücken und Paris war sie von 1984 bis 1989 als DAAD-Lektorin an der Universität Toulouse-le Mirail in Frankreich tätig. Während dieser Zeit begann sie ihre Forschungen zu Exil, Internierung und Widerstand in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. Von 1990 bis 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, promovierte sie 1993 mit einer kulturwissenschaftlichen Arbeit über zwei Fraueninternierungslager in Südfrankreich.
1998 bis 2011 lehrte sie im Fachgebiet Französisch der Technischen Universität Berlin: zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2004 als Gastprofessorin. In ihrer Habilitation analysiert sie die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Frankreich im Medium Denkmal. Ihre wichtigsten Publikationen im Umfeld des Vortragsthemas sind gemeinsam mit Christine Levisse-Touzé und Stefan Martens Les femmes dans la Résistance en France, Paris 2003 und Widerstand und Kollaboration in Frankreich. In: Widerstand und Kollaboration in Europa (Hg. Mechtild Gilzmer), Münster 2004, S. 85-107.

Hier finden Sie aktuelle Informationen und das Faltblatt zur Vortragsreihe.
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