Schlussakkord für Liszt

Blick ins Weimarer Liszt-Haus: Hier lebte der Komponist und Klaviervirtuose, Lehrer und Dirigent in den Sommermonaten von 1869 bis 1886. Foto: Roland Wehking (Foto: Thüringer Tourismus GmbH)
Weimar: Marienstraße | Einen großen Gabentisch deckte Thüringen Franz Liszt zu seinem 200. Geburtstag. Mit 200 Veranstaltungen wurde das Themenjahr „Franz Liszt – Ein Europäer in Thürigen“ begangen. Geehrt wurde der musikalische Superstar des 19. Jahrhundert mit Nachwuchswettbewerben, Konzerten und Ausstellungen. In Weimar, wo er einen Großteil seines Werkes schuf, widmete man ihm gar eine Landesausstellung. Zudem konnte hier eine Liszt-Gedächtnisorgel eingeweiht und das Liszt-Haus als Museum nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet werden.

„Wir haben Liszt und sein Werk vielen Menschen näherbringen können“, zieht Thüringens Kultusminister Christoph Matschie Bilanz. Fürwahr: Der gebürtige Ungar, dessen Reisen ihn quer durch Europa führten, war seit Jahrzehnten an seinen Thüringer Wirkungsstätten nicht mehr so präsent wie in diesem Jahr. Rund 75 000 Besucher wurden landesweit im Themenjahr gezählt. Jetzt wird zum Schlussakkord angesetzt. Der Veranstaltungsreigen, der Besucher in den letzten Monaten auch nach Eisenach, Meiningen, Sondershausen und Jena lockte, gipfelt in einem Festival, das sich ganz unbescheiden „Lisztomania“ nennt.

Genau am 200. Geburtstag am 22. Oktober trifft man sich in Weimar um 10 Uhr am Liszt-Denkmal im Park an der Ilm. Hier wird Liszt Ur-Ur-Enkelin Nike Wagner sprechen. Zu einem Festakt wird eine Stunde später ins Deutsche Nationaltheater geladen. Als Gast hat sich selbst Bundespräsident ­Christian Wulf angekündigt. Die Staatskapelle Weimar und der MDR-Rundfunkchor spielen Werke des Jubilars und seines Schwiegersohns Richard Wagner. Weitere Konzerte, ein Festvortrag des Liszt-Forschers Professor Detlef Altenburg, eine Liszt-Nacht sowie ein ­internationaler Klavierwettbewerb sind Programm­punkte des Festivals.

Am 29. und 30. Oktober besteht dann letztmalig die Möglichkeit, die Landesausstellung zum Liszt-Jahr im Weimarer Schillerhaus und im Schlossmuseum zu besuchen. An beiden Tagen ist die Schau bis 22 Uhr geöffnet.
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