Solistin Katharina Müller bringt uns die Klassiker näher

Wenn du zuhörst und dabei deine Augen verschließt, kannst Du ihn spüren, den Zauber des Klanges der Musik durch Raum und Zeit. Genau das verspürte ich am Donnerstagabend im Mehrgenerationenhaus Weimar-West beim Konzert. Angekündigt war ein Klassischer Herbst - mit Katharina Müller (Viola), mit Werken von Johann Sebastian Bach und Max Reger.

Wir hörten zu Beginn eine von sechs Suiten für Viola (BWV 1007–1012), die Suite Nr. 2 (BWV 1008) von Johann Sebastian Bach. Die Suiten gehören heute zu den meistgespielten Kompositionen für ein solistisches Streichinstrument.

Johann Sebastian Bach (* 1685Eisenach; † 1750 in Leipzig) ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponisten-Generationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Weiter spielte Frau Müller eine Suite für Bratsche allein (solo Viola). Op. 131d/ Nr.1 – G-Moll von Max Reger, diese Suite gehört zu den bedeutendsten Solostücken für Viola. Johann Baptist Joseph Maximilian Reger (* 1873 in Brand/Oberpfalz; † 1916 in Leipzig) ist bekannt vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Bereits in seiner Wiesbadener Zeit hatte er, obwohl selbst „katholisch bis in die Fingerspitzen“, eine besondere Affinität für protestantische Choräle entwickelt, die ihn mit seinem großen Vorbild Johann Sebastian Bach verband.

Anlässlich seines 100. Todesjahres im Jahre 2016 wurde Max Reger mit den Max-Reger-Festtagen in Leipzig und dem Max Reger Festjahr in Thüringen geehrt. Schirmherr Ministerpräsident Thüringen, Bodo Ramelow, sagte in seinem Grußwort unter anderem: „Max Reger kann völlig zurecht als ein Bindeglied zwischen der Musik von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms zu Paul Hindemith und Arnold Schönberg gesehen werden. Deshalb wollen wir seine Bedeutung für die Musikkultur in unserem Land würdigen und herausheben.“

Katharina Müller wurde 1979 geboren und wuchs in der durch das Spannungsverhältnis zwischen geistiger Hochkultur und Buchenwald geprägten Stadt Weimar auf. Nach er Ausbildung am Spezialgymnasium Schloss Belvedere Weimar folgten Studien an der Musikhochschule Franz List , sowie in Düsseldorf und Dresden. Neben Engagements in großen Klangkörpern wie der Dresdner Philharmonie und der Staatskapelle Weimar brachte ihr die intensive Auseinandersetzung mit Alter und Neuer Musik entscheidende künstlerische Impulse. Bereits während des Studiums arbeitete Katharina Müller mit Malern, Bildhauern und darstellenden Künstlern zusammen, immer auf der Suche nach Ausdrucksformen, die Musik und Klang nicht repräsentieren, sondern Erfahrungsräume für die Hörer öffnen. Denn Musik wird zuerst emotional erfasst. Emotion ist Bewegung. Und Bewegung braucht Raum um erlebt zu werden.

Heute arbeitet sie auch mit Kindern und Jugendlichen und sagte mir, dass dies ihre schönste Beschäftigung neben der Musik ist.
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