Start des 3. Themenjahres der Dada-Dekade in Weimar

Wann? 10.01.2014 21:00 Uhr bis 10.01.2014 22:00 Uhr

Wo? C. Keller, Markt 21, Markt, 99423 Weimar DE
Absurder Chor
Weimar: C. Keller, Markt 21 | Dada-Dekade geht ins dritte Jahr
Start mit Neujahrsempfang im legendären Weimarer C.Keller
Mit einem Neujahrsempfang im legendären Weimarer C.Keller (Markt 21) startet am Freitag, 10. Januar, um 21.00 Uhr das dritte Jahr der “Dada-Dekade 2012-2022”. Es ist Hannah Höch - der ersten Dadaistin – gewidmet, die vor 125 Jahren in Gotha geboren wurde. Eine siebenjährige Liebesbeziehung verband sie mit Raoul Hausmann, der 1918 zu den Begründern des Berliner “Club Dada” gehörte und mit ihr die Technik der stilistischen Fotomontage entwickelte. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Tafelbild “Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands”, das 1920 auf der Dada-Messe in Berlin gezeigt und später zu einer Art “Ikone des Dadaismus” wurde.
“Mit der Themenwahl wollen wir ins öffentliche Bewußtsein rücken, dass ein maßgeblicher Wurzelstrang der Kunstrichtung in Thüringen liegt”, erklärt Michael von Hintzenstern, der Initiator der “Dada-Dekade “. Darüber hinaus sollen die Nachwirkungen bis in die Gegenwart beleuchtet werden. So hat Mary Bauermeister (Rösrath bei Köln), die “Mutter des Fluxus”, die Schirmherrschaft des Themenjahres übernommen, das unter dem Motto steht: “Hoch – höher – HÖCH!!! DADAH MIT HANNAH AUS GOTHA”.

Brückenschlag nach Gotha

Als Partner vor Ort wurde der Gothaer Verein “art der stadt” gewonnen. Eine Reihe von Veranstaltungen ist geplant, in denen es um einen Brückenschlag zwischen den Kulturstäadten Weimar und Gotha geht, “die viel zu wenig als Orte der Avantgarde wahrgenommen werden”, betont von Hintzenstern. Dazu gehören – ganz im Sinne heutiger Dekaden – gegenseitige Pilgertouren, auf denen es manche Überraschung geben wird!
Die Ausführenden des “Neujahrsempfanges” sind: Rezitator Bernd Seydel (art der stadt gotha), der Absurde Chor Weimar-Jena, das Duo “Klang-Zeichen” (Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn, und Michael von Hintzenstern , Harmonium) und die aus Emleben bei Gotha stammende Künstlerin Gabriele Stötzer.
Mit der “Dada-Dekade” soll das 100. Jubiläum des “Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten” vorbereitet werden, auf dem sich vom 25. bis 27. September 1922 die Speerspitze der europäischen Avantgarde in der Klassikerstadt und in Jena versammelte. Zu den Teilnehmerrn gehörten die Dadaisten Hans Arp, Hans Richter, Kurt Schwitters und Tristan Tzara, die Konstruktivisten El Lissitzky, Theo van Doesburg und László Moholy-Nagy sowie die Bauhausschüler Karl Peter Röhl und Werner Graeff.
Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden als Initiatoren zu einem Bekenntnis zur Moderne und zu einer Absage gegen alles Spießertum ein! Sie greifen damit zugleich Impulse der Bauhäusler auf, die mit ihren legendären Festen ein geeignetes Mittel zum “Protest gegen bürgerliche Herzverstocktheit, Gemütsduselei und Scheinleben” sahen und “sich selbst gegenseitig vor lauem Leben bewahren wollten”, wie es Walter Gropius formulierte.
Mit der “Dada-Dekade 2022” geht es jedoch nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um die Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der “freien Szene” existieren.

Kontakt:
Klang Projekte Weimar e.V. / Michael von Hintzenstern
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26, Mobil: 0162 / 40 780 24
michaelvonhintzenstern@gmail.com
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