Van de Velde als Architekt

Im Oberlichtsaal werden ab dem 28. März Simulationen zu sehen sein.
Weimar: Geschwister-Scholl-Straße | Wenn Thüringen Henry van de Velde ein ganzes Themenjahr widmet, dann reiht sich auch die Bauhaus-Universität in die große Gratulantenschar ein und widmet ihrem Wegbereiter eine eigene Ausstellung.

Konzipiert von Studierenden der Hochschule widmet sich die Schau dem architektonischen Gesamtwerk des belgischen Künstlers und stellt alle seine Bauten und Entwürfe chronologisch dar. In virtuellen Rekonstruktionen werden auch nicht verwirklichte Entwürfe zu sehen sein. Auf diese Weise können nicht mehr zugänglicher ­Gebäude van de Veldes besichtigt werden. Alle ­Visualisierungen sind im ­Rahmen von studentischen Projektarbeiten an der Fakultät Architektur entstanden. Fünf Studentensemester haben die Ausstellung vorbereitet.

„Wir verstehen unsere Ausstellung als eine ­kleine Ergänzung der großen ­Ausstellung im Neuen ­Museum“, erläutert Professor Norbert Korrek (siehe Seite 9 dieser ­Ausgabe). ­Gegliedert werden die Arbeiten des Designers und Architekten in vier ­Schaffens­perioden, die sich an seinen geografischen Wirkungs­stätten orientieren.

Behandelt wird die ­belgische Phase von 1895 bis 1900, die deutsche Phase von 1900 bis 1907, die nieder­ländische Phase von 1919 bis 1926 sowie die zweite ­belgische Phase von 1926 bis 1947.

Zu sehen sind insgesamt 184 Projekte, 270 Bilder und 24 Simulationen. Die Simulationen sind im Oberlichtsaal zu sehen. Dabei wird dieser Raum in seinen Originalzustand von 1904 versetzt – ohne Fenster. Damals war van den Velde Leiter der Kunstgewerbeschule. Die Entwürfe dieser und der Kunstschule auf dem Gebäudeensemble der heutigen Bauhaus-Universität stammen von ihm persönlich. Beide Gebäude gehören heute zum Unesco-Weltkulturerbe.
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