Vernissage: Trillhaase - eine Künstler-Familie aus sechs Generationen

Wann? 08.07.2011 19:00 Uhr

Wo? Schloß Kromsdorf, Kromsdorf DE
Kromsdorf: Schloß Kromsdorf | Trillhaase - eine Künstler-Familie aus sechs Generationen

Schloss Kromsdorf bei Weimar 8.7.2011 bis 28.8.2011
Do-So 11.00 bis 17.00 Uhr (Festsaal)
Vernissage am Freitag, 8.7.2011 um 19.00 Uhr

Zur Ausstellung:

Diese Ausstellung ist eine Liebeserklärung an den Namen TRILLHAASE
In den wunderbaren Räumen des Schlosses Kromsdorf mit ihrem historischen Charme werden sechs Mitglieder der Familie Trillhaase und ihr künstlerisches Schaffen präsentiert.

Leyla Trillhaase wurde 1996 in Berlin geboren. Sie ist Schülerin und besucht die Freie Schule Regenbogen in Erfurt. Von ihr werden Zeichnungen und Bilder im Manga- und Comikstil ausgestellt.

Linda Trillhaase wurde 1973 in Erfurt geboren. Sie studierte Kunsterziehung an der Universität der Künste Berlin und ist seit 2010 als Künstlerin freischaffend (Musik, Stelzenlauf, Schattentheater, Malerei und Grafik). Mit ihren Bildern verbindet sie ihre zwei Leidenschaften Musik und Malerei. Jedes Bild wurde von einem Lied inspiriert. Zur Vernissage wird sie auf dem Akkordeon und der Geige spielen.

Gabriele Trillhaase wurde 1950 in Erfurt geboren. Seit 1989 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin auf sehr vielfältige Weise mit dem Material Leder. Mitte der 90ger Jahre entstanden die „Trillis“. Diese sind kleine Figuren (ein Trilli steht oben auf dem Plakat), mit denen sie ihre Erlebnisse in Städten, wie Venedig, Havanna und Berlin, sowie Lebensgeschichten von Menschen in eine Bildsprache auf Leder umsetzt. Die Bezeichnung „Trilli“ wird gern als Kosename für Familienmitglieder der Trillhaasen verwendet. Seit 2010 lebt sie wieder in Thüringen, in der historischen Papiermühle von Oberweimar.

Klaus-Eduard Trillhaase lebte von 1951 bis 1983 in Erfurt. Nach einigen Jahren der Tätigkeit als Ingenieur arbeitete er in der ehemaligen DDR stundenweise als Postbote, um als Maler, Grafiker und Musiker unabhängig tätig sein zu können. Fünf Jahre war er Mitglied in der Folkgruppe „Brummtopf.“.
Er absolvierte einen Lehrgang als Zeichenzirkelleiter und gestaltete eine Reihe von Liederheften, sowie ein Thüringer Kochbuch. Die ausgestellten Zeichnungen und Bilder stammen alle aus Privatbesitz.

Osmar Trillhaase war der Urgroßvater von Klaus-Eduard Trillhaase und lebte von 1865 bis 1932 als Nachkomme einer Bürstenmacherfamilie in Erfurt.
Er arbeitete bis zu seinem Tod als Bildhauer mit den Materialien Holz, Stein, Mamor und Gips und hinterließ ein umfangreiches Werk in und an kirchlichen und weltlichen Bauten in Mittel- Ost,- und Norddeutschland. In Erfurt ist es u.a. das liebevoll restaurierte Haus Maktstrasse 28, Ecke Domplatz.
Für die umfangreichen Arbeiten im Schloss Marienburg erhielt er vom Kaiser Wilhelm II. eine Kunst-medailie. In späteren Jahren arbeitete er gemeinsam mit seinen Söhnen Osmar, Herrmann und Eduard und bildete sie aus. Von Osmar Trillhaase werden das Leben und sein Werk vorgestellt.

Adalbert Trillhaase wurde 1858 in Erfurt geboren. Er war der Cousin von Osmar Trillhaase.und gilt als der bedeutendste naive Maler Deutschlands.
Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre ging er mit 19 Jahren von Erfurt weg und heiratete 1890 die wohlhabende Auguste Löhrer. Sie bekamen drei Kinder. Ab 1894 lebte er mit Unterbrechungen in Düsseldorf, wo er anfänglich kaufmännisch tätig war, sich dann aber vorwiegend mit dem intensivem Studium der Bibel beschäftigte. In der Nähe seines Düsseldorfer Hauses am Hindenburgwall 1, befand sich der kleine Laden der „Mutter Ey“, wo sich die Künstlergruppe des „Jungen Rheinland“, zu denen u.a. Otto Dix und Otto Pankok gehörten, trafen. Otto Pankok war es, der Adalbert Trillhaase motivierte, als 60jähriger mit der Malerei anzufangen. Von da an malte er bis zu seinem Lebensende vorwiegend inspiriert von biblischen Themen. Von den jungen Künstlern als Naturtalent verehrt, empfing er in seinem Haus u.a. Marc Chagall, Otto Dix, Jankel Adler, Gert H. Wollheim und Max Ernst. 1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit einem Malverbot.
Das von Otto Dix 1923 geschaffene Bild „Der Maler Adalbert Trillhaase und seine Familie“ (auf dem Plakat ist Adalbert Trillhaase davon als Ausschnitt dargestellt) zählt zu dessen wichtigsten Porträts. 1936 starb Adalbert Trillhaase in Königswinter.
Er ist - obwohl ein Sohn der Stadt Erfurt - dort bis heute nur ganz wenigen Menschen bekannt. Eine große Anzahl von Originalen sind im Besitz des Clemens-Sels-Museums in Neuss.
Die Ausstellung dokumentiert sein Leben und Werk und wird voraussichtlich einige Originale als Leihgaben zeigen können.

Ein großer Dank gilt der Gemeinde Kromsdorf, die diese Ausstellung unterstützt und möglich macht.


Kontakt: Gabriele Trillhaase, Plan 4, 99425 Weimar, Tel.: 03643-490830, www.trillhaase.de
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