Von dOCUMENTA bis dOCCUPAY

Ankunft in Kassel
Seit 1955 findet in Kassel alle fünf Jahre die wohl weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst statt.
Grund genug, dass Weimar-Tours mit vollem Bus, organisiert von der Weimarer Mal-und Zeichenschule in Kassel einen Besuch abstattet.
Als ich bei der Ankunft die Übersichtskarte in der Hand hielt war mir klar, dass wir nur einen kleinen Einblick an diesem Tag bekommen können.
Betende Motoren, fühlende Steine: Die dOCUMENTA 13 will das Verhältnis zwischen Menschen und Dingen neu bestimmen.
Bild 1
An verschiedensten Orten in der Stadt sind bis zum 16. September Skulpturen, Malerei, Installationen und Performances, aber auch Fotografie und Film aus den Bereichen Ästhetik, Kunst, Politik, Film, Literatur, Wissenschaft und Philosophie zu sehen. Die künstlerische Leitung hat bei der documenta 13 Carolyn Christov-Bakargiev übernommen. Die Kuratorin aus den USA mit bulgarisch-italienischen Wurzeln versteht die documenta als ein offenes Experimentierfeld und als Bühne, auf der „unsere Auffassung von Leben in der Gegenwart hinterfragt wird“.
Hier nur ein paar wenige Beispiele:
Bild 2
Hier auf dem Bild eine Installation des Kanadiers Geoffrey Farmer „Leaves of Grass“.

Die erste Arbeit der dOKUMENTA 13 wurde bereits 2010 die Arbeit „Idee di pietra“ von Giuseppe Penone aufgestellt: ein Bronzebaum von neun Metern Höhe, in dessen Krone ein großer Stein ruht.
Bild 3
Die Videoinstallation der Künstlerin Nalini Malani aus Indien trägt die Bezeichnung „In Search of Vanished Blood“.
Bild 4
Das Werk des chinesischen Künstlers Yan Lei trägt den Titel „Limited Art Project“. Es soll in den nächsten 100 Tagen unter einer dicken Schicht Farbe aus dem nahe gelegenen VW-Werk verschwinden.
Jeden Tag wird ein Bild abgehängt und mit Autolack übersprüht, das kleine grüne Bild hat es schon hinter sich.
Bild 5
Beim Rundgang in Kassel sticht natürlich auch die Turmfigur auf der St. Elisabethkirche ins Auge, die das das ganze Treiben der dOCUMENTA 13 zu beobachten scheint.
Bild 6
Tatsächlich ist dieser Mensch aber Teil einer eigenen Kunstausstellung der evangelischen Kirche unter dem Motto: Kunst braucht Kirche und Kirche braucht Kunst.
Ebenso nicht offizielles Kunstobjekt sind die Zelte der selbst ernannten dOCCUPY auf dem Friedrichplatz.
Bild 7
Hier erregen junge Menschen auf ihre Art Aufmerksamkeit, wie sie das Leben der Gegenwart hinterfragen – also ganz passend zum dOCUMENTA –Motto.
Bild 8
Viel zu kurz war die Zeit, viele Fragen blieben offen, das Meiste haben wir überhaupt nicht gesehen. Was nun? Bleibt nur die Möglichkeit noch einmal hinzufahren oder sich weiter über alle möglichen Medien zu informieren. Spannend ist es auf jeden Fall.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren der Kunstreise, gab sie doch allen Beteiligten tolle Anregungen für zeitgenössische Kunst und vielleicht sogar für manch eigenes künftiges Projekt?
Heidrun Sedlacik
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