Vornehm weiß: Bauarbeiten am Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar sind abgeschlossen

Das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar: Vor zwei Jahren begannen die Sanierungsarbeiten.
Weimar: Hans-Wahl-Straße | Gähnende Leere in Regalen und Vitrinen: Noch liegt viel Arbeit vor den Mitarbeitern des Goethe- und Schiller-Archivs in der Hans-Wahl-Straße. Bis zum 5. Juli müssen alle ausgelagerten Archivbestände wieder eingeräumt, Büros und Werkstätten eingerichtet sein. Dann kann nach rund zweijähriger Sanierung die Wiedereröffnung gefeiert werden. Den goldenen Schlüssel gab es aber jetzt schon für Archivdirektor Dr. Bernhard Fischer – als symbolischen Abschluss der Bauarbeiten, zumindest im Inneren des Gebäudes. Im Außenbereich werden derzeit noch Wege und Grünanlagen sowie die Terrasse gestaltet.

Rund 9,2 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. „Wir haben dieses Baudenkmal der heutigen Nutzung angepasst“, erklärt Johann Philipp Jung, Direktor für Schlösser, Gärten und Bauten in der Klassik Stiftung ­Weimar, zu der das Archiv gehört. Klima, Brandschutz und Objektsicherheit standen dabei im Fokus. Im Kellergeschoss und unter dem Vorplatz wurde zudem ein neues Magazin geschaffen. Der historische Baukörper blieb dabei unberührt.

Rund vier Wochen investierten Experten, um die historische Farbgebung zu erkunden. Weiß war die vorherrschende Farbe. Sie lässt auch heute wieder Lesesäle sowie Konferenz- und Büroräume vornehm erstrahlen. Für Farbtupfer sorgt hingegen der fantastische Ausblick über Weimar, den die vielen Fenster Besuchern und Forschern im sanierten Archiv zu bieten haben.

Hintergrund:
• Das Goethe- und Schiller-Archiv ist das älteste Literaturarchiv Deutschlands. Es geht zurück auf die testamentarische Schenkung des Goetheschen Nachlasses an die Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach im Jahr 1885.
• Nach der Schenkung des Schiller-Nachlasses im Jahr 1889 wurde mit den ersten Planungen eines eigenen, repräsentativen Archivgebäudes begonnen. Es sollte Forschern Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe der Dokumente bieten.
• Nach weiteren Zustiftungen sowie Erwerbungen konnte das Gebäude 1896 als erstes Literaturarchiv Deutschlands eingeweiht werden.
• Heute werden hier neben den Nachlässen von Goethe, Schiller, Wieland, Herder, Büchner, Liszt und Nietzsche mehr als 130 Autorennachlässe und institutionelle Archive (unter anderem der Goethe- und der Shakespearegesellschaft, der Schillerstiftung und des Insel-Verlages) aufbewahrt.
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