Weimar aktuell: Natur hautnah erleben

Spiegelung in der Ilm an der ehemaligen Klostermühle. Foto Andreas Abendroth
Umgeschaut in Oberweimar und Ehringsdorf

Von Andreas Abendroth

„Müssen es immer die Weimarer Innenstadt oder die bekannten Schlosspark-Anlagen sein“, habe ich mich gefragt. Nein. Auch in den zu Weimar gehörenden Ortsteilen Oberweimar und Ehringsdorf kann man auf pure Natur erleben, auf Entdeckungsreise gehen. Ausgangspunkt ist der Park an der Ilm in Höhe des Römischen Hauses. Von dort aus geht es zu Fuß in südlicher Richtung nach Oberweimar/Ehringsdorf.

Station 1: Ein erster Hingucker auf meinem Weg ist die „Schaukelbrücke“. Sie verbindet den Fußweg von der Belvederer Allee mit dem Ilm-Park. Die Kettenbrücke war beim Hochwasser Anfang Juni 2013 so stark beschädigt worden, dass sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Im Dezember 2013 begannen die Bauarbeiten an der Schaukelbrücke. Nun ist sie fertig gestellt und für Fußgänger freigegeben.
Weiter führt mein Weg. Am Sportplatz und dem Deutschen Bienenmuseum vorbei. Schon von weitem fällt mir die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul auf. Ich habe fast mein nächstes Ziel erreicht.

Station 2: Das Ilm-Wehr an der Klostermühle. Heute befindet sich in dem Objekt die Waldorfschule. Hier lagern bereits am Vormittag einige Familien mit ihren Kindern in der Sonne. Ein idyllisches Eckchen. Auch gut mit dem Fahrrad erreichbar. Dieses Wehr – es gehört zu den 70 Querbauwerken auf der 132 km langen Ilm - spielt derzeit im Ilm-Abschnitt 39 eine besondere Rolle. Im Rahmen des Hochwasserschutzes soll das Wehr neugestaltet werden. Laut Planer geht es dabei um die lineare Durchgängigkeit an dieser wasserbaulichen Anlage. Im Klartext: Die Gewässerplaner wollen das Wehr (teilweise) zurückbauen. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die natürlichen und lebenswichtigen Wanderbewegungen der Fische“, wird betont. Zu guter Letzt bekomme ich noch von den Frühlings-Sonnen-Anbetern einen Tipp. In einem Gehege in der Nähe sind Ziegen mit Jungtieren.
Meine Wanderung führt mich weiter auf dem Radweg nach Ehringsdorf. Eine Wegmarke ist die dortige Brauerei. Hier muss ich in den Hainweg einbiegen. Ich bin auf der Suche nach einer archäologischen Ausgrabungsstelle. Die ich auch mit etwas suchen finde.

Station 3: Besichtigungsstätte im Travertin-Steinbruch Ehringsdorf. Ein schön angelegtes Gelände mit Bänken, welche zu einer Pause einladen. Imposant erhebt sich der Travertinwand vor mir in die Höhe. Auf Infotafeln erfahre ich einiges über die Fauna und Flora in diesem Terrain. Nur, von der einstigen Fundstelle des „Ehringsdorfer Urmenschen“ und den fossilen Pflanzenabdrücken ist auf dem Gelände nichts zu entdecken.

Mit vielen Erfahrungen und einer Sammlung an Fotografien mache ich mich auf den Rückweg. Ein interessanter Ausflug hat mich nach Oberweimar und Ehringsdorf geführt. Und ich habe mir fest vorgenommen: Hierher werde ich nochmals eine Reise unternehmen. Auf meiner Wanderung habe ich noch so manches entdeckt, was ich gerne unter die Lupe nehmen möchte.
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