Weimar startet in den Sommer: Großes Fest auf dem Theaterplatz

Der Theaterplatz verwandelt sich zum „Weimarer Wohnzimmer“. (Foto: Simone Schulter)
 
Die Aktion ist eine Hommage an Henry van de Velde. (Foto: Simone Schulter)
Weimar: Theaterplatz | So bunt wie das Programm des Weimarer Sommers wird das Eröffnungsfest am Samstag, 6. Juli in Weimars Innenstadt. Beste Gelegenheit, sich unter den Klängen der Freiluftkonzerte und mit dem Weimarer-Sommer-Programm in der Hand für die kommenden Wochen inspirieren zu lassen. Nicht nur musikalisch auch visuell werden Kostproben aus dem Sommer-Spielplan und darüber hinaus geboten. Das Fest beginnt am Theaterplatz und in der Schillerstraße um 15 Uhr, wird ab 19.30 Uhr um den Markplatz erweitert, zieht ab 21 Uhr auf den Platz der Demokratie weiter, wo gegen 22 Uhr ein Barockfeuerwerk den Tag beendet.

Was schon jetzt auf dem Theaterplatz neugierige Blicke auf sich zieht, wird am Samstag fertig zu bewundern sein: Der Theaterplatz als „Weimarer Wohnzimmer“ verwandelt sich in eine Hommage an Henry van de Velde. Der Platz und die Fassaden sind Kulisse einer Raumillusion, die auf geplante und realisierte Gebäude van de Veldes verweisen. Die Installation nutzt einen optischen Trick, um aus scheinbar wirr den Platz überziehenden Linien Wohnräume entstehen zu lassen. Die Weimarer Künstler Marlene Külz, Michael Kraus und Marcus Max Schreiner haben dieses Projekt entworfen und entwickelt. Sie laden an den Tagen nach dem Sommerfest die Weimarer dazu ein, den Platz mit eigenen Möbeln selbst zu gestalten. Ermöglicht wird dieses Projekt mit einer zusätzlichen Finanzierung der Stadt Weimar. Das Künstlerhaus öffnet zum Sommerfest seinen Künstlergarten.

Dolce vita für Augen und Ohren verspricht der Verein other music e.V. in der Schillerstraße vis á vis vom Dichter-Wohnhaus. Alan Bern, der künstlerische Leiter des Festivals Yiddish Summer Weimar, die Akkordeonistin Szilvia Csarkanko, der Violinist und Komponist Mark Kovantskiy, die Münchnerin Andrea Pancur und Johannes Gräßer, Geiger und Teil des Organisationsteams, werden mit stündlichen Liveauftritten zwischen 15 und 22 Uhr Kinderprogramme, Musik und Tanz bieten und den einen oder anderen Fest-Besucher sicherlich zum Musizieren und ganz viele zum Tanzen bewegen – wie beim Festival selbst, das am 20. Juli beginnt.

Am Eingang der Schillerstraße gibt es einen Vorgeschmack auf Genius Loci Weimar mit seinen Fassadenprojektionen. Die Modelle der diesjährigen Siegerentwürfe sind ausgestellt. Am zweiten August-Wochenende werden sie dann in voller Größe und Länge an den drei ausgewählten Fassaden zu sehen sein. Der Lyrische Salon macht ganz ohne Ton auf sich aufmerksam: Blätter mit den Liedtexten der Werke, die Simone Kermes und Juliane Banse im August zu Gehören bringen, werden unters Fest-Volk gebracht.

Der Musik der 50er Jahre, die ihre Glanzzeit an der amerikanischen Westküste erlebte, hat sich eine Formation von Studenten der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar verschrieben, das unter dem Namen „West-Coast-Jazz-Ensemble“ ab 19.30 bis 21 Uhr auf dem Marktplatz auftritt. Unter der Leitung des Jazzposaune-Lehrbeauftragten Hansjörg Fink haben acht junge Leute die feingeschliffenen Arrangements von damals im Repertoire, die selbst für erfahrene Musiker eine Herausforderung sind. Das Publikum hört seltene Stücke, die auf die besten Arrangeure und Musiker der amerikanischen Film- und Musikstudios der 50er Jahren zurückgehen. Die jungen Leute sind Vorboten der Weimarer Meisterkurse, die am 12. Juli mit dem Workshop- und Konzert-Programm beginnen.

Vom Jazz zur Alten Musik ist es am Samstag nur scheinbar weit: Ab 21 Uhr tritt auf dem Platz der Demokratie das Ensemble vom Institut für Alte Musik der Musikhochschule auf und führt zusätzlich Tänze dieser Zeit auf. Ein Vorgeschmack auf das Interludio der Bach Biennale Weimar, das am 13. und 14. Juli die Bach-Freunde erfreut.

Das ganze Programm
unter www.weimarer-sommer.de
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