Zentrum für politische Schönheit

Weimar: ACC Galerie | Ruch, Theatermacher, politischer Philosoph und Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit ist zu Gast im Rahmen der ACC-Kunstfestausstellung FLUCHTPUNKTE.

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit – zum Schutz der Menschheit. Grundüberzeugung ist, dass die Lehren des Holocaust durch die Wiederholung von politischer Teilnahmslosigkeit, Flüchtlingsabwehr und Feigheit annulliert werden und dass Deutschland aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln muss. Das ZPS betreibt eine parallele (schönere) deutsche Außenpolitik, die auf Menschlichkeit als Waffe setzt. Von Bosnien-Herzegowina über Aleppo bis in die Waldberge vor Melilla künden die Aktionen von der Kunst als fünfter Gewalt im Staate.

Mit dem Schock über die Handlungsunfähigkeit in Bosnien-Herzegowina im Angesicht des Genozids als politischer Blaupause für das 21. Jahrhundert hat er sich in mehreren Aktionen auseinandergesetzt (Bergungsarbeiten auf Lethe, Himmel über Srebrenica). 2010 gewann er die Unterstützung der 6.000 Überlebenden von Srebrenica für ein Mahnmal gegen die Vereinten Nationen (Die Säulen der Schande). Das ZPS gehört zu den innovativsten Inkubatoren politischer Aktionskunst und steht für eine erweiterte Form von Theater: Kunst muss weh tun, reizen, Widerstand leisten. In eine Begriffsallianz gebracht: aggressiver Humanismus. Das ZPS betreibt Theater als Form gesellschaftlicher Selbstvergewisserung im Sinne der Antike. Inszenierungen und Werke am Gorki Theater, 7. Berlin Biennale, Theater Dortmund, Steirischer Herbst, NGBK, ZKM Karlsruhe u.v.a. 2012 erlangten die verschwiegenen Waffenhändler des Leopard-II-Panzers über Nacht durch 25.000 Euro Belohnung unfreiwillig bundesweite Bekanntheit. Oft geht es um Geschichte, die nicht schweigen will: 2014 stellte die „Kindertransporthilfe des Bundes“ als schlüsselfertiges Rettungsprogramm für syrische Kinder die Flüchtlingsabwehrpolitik der Bundesregierung bloß – und gelangte als erste Aktion überhaupt in 48 Stunden ins Kanzleramt. Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls flüchtete ein Denkmal aus dem Regierungsviertel an die EU-Außengrenzen. 2015 wurden Opfer der militärischen Abriegelung Europas im Herzen des Kontinents geehrt und beerdigt.

Eine Veranstaltung von Kunstfest Weimar und ACC Galerie Weimar.

Ort der Veranstaltung: Notenbank Weimar, Steubenstraße 15
heyge-stiftung.de/anfahrt/

Freitag, 30. Oktober 2015, 20:00 Uhr, Notenbank Weimar, Steubenstraße 15, 99423 Weimar
Eintritt: 5 €
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