Auf Kreuzwegen

Ernst Fauer schreibt über Steinkreuze und Kreuzsteine.
Etwas Mittagsruhe gönnt sich Ernst Fauer gern mal, doch vom gemächlichen Ruhestand ist sonst nichts zu spüren im Alltag des 78-Jährigen. Dafür reitet er viel zu viele Steckenpferde. Als DiplomIngenieur für Maschinenbau und Lehrer für Mathematik und Physik war er jahrelang an der Ingenieurschule in Apolda beschäftigt.

Die Leidenschaft fürs Konstruieren und Berechnen hat ihn bis heute nicht losgelassen. Das merkt man schnell, wenn er Besucher durch seinen Garten führt und seine selbst gebauten Sonnenuhren erklärt. Zugleich widmet sich Fauer der Glockentradition in seiner Heimatstadt. Nicht allein als unermüdlicher Chronist hat er sich auf diesem Gebiet einen Namen in Apolda gemacht. Er spielt auch selbst die Musik für die Glockenspiele am Stadthaus und im Glockenhofcenter ein. Das Glockenspiel in der Lutherkirche spielt er höchstpersönlich. So auch wieder am 4. Advent, wenn um 16.30 Uhr zum Adventsliedersingen im Kerzenschein in die Lutherkirche eingeladen wird.
Neben all dem beschäftigt sich der rüstige Senior intensiv mit heimatgeschichtlichen Themen. Aktuell nachzulesen in der jüngsten Ausgabe der „Apoldaer Heimat“, die am Montag in der Vereinsbrauerei öffentlich vorgestellt wurde.

„Als gebürtiger Apoldaer interessiert es mich, was in Apolda war, was ist und was werden wird“, erklärt er sein Engagement als ehrenamtlicher Autor der seit fast 30 Jahren erscheinenden Schriftenreihe. Ganz so lange ist Fauer als Autor noch nicht dabei. Der Begründer der Hefte, Günter Doms, habe ihn anfangs nur zum Korrekturlesen herangezogen, erinnert sich Fauer. Erst viel später schrieb er eigene Beiträge. 1994 wurde sein erster Artikel veröffentlicht. Aktuell widmet er sich im neusten Heft der Schriftenreihe den Steinkreuzen und Kreuzsteinen im Weimarer Land. Prall gefüllt ist die Mappe mit dem umfangreichen Recherchematerial. Hinzu kommen zwei Fotoalben. „Ich habe alle Kreuze besucht“, erzählt Fauer von seinen Vorbereitungen. Zeitaufwändig war es, die Kreuze aufzulisten und ihren Bestand zu systematisieren. Das Kreuz in Schellroda habe er erst beim dritten Anlauf gefunden. Auch in Utzberg hatte er lange suchen müssen.

Die Anerkennung für diese umfängliche Arbeit ist ideeller Natur. Denn Honorar wird für Artikel in der „Apoldaer Heimat“ nicht gezahlt. „Ich bekomme aber zwei Freiexemplare“, so Fauer. Und damit habe er ja schon einmal sechs Euro gespart, gibt er augenzwinkernd zu.


MEHR INFORM@TIONEN:
unter www.apoldaer-heimat.de


ZUR SACHE:
Ab sofort ist die neuste Ausgabe der „Apoldaer Heimat“ im Buchladen am Bückenborn, in der Tourist-Information und im Glockenmuseum erhältlich. Es ist bereits das zweite Heft, das der im Januar dieses Jahres gegründete Apoldaer Geschichtsverein herausgegeben hat. Im Mittelpunkt dieses Heftes steht die 125-jährige Geschichte der Vereinsbrauerei Apolda.
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