Auszeit in Neuseeland

2200 Bilder schoss Astrid Lindner in Neuseeland. Die schönsten hat sie in einem Fotobuch zusammengestellt.
Der kleine Enkel gab letztendlich den Anstoß. Er lebt in England, englisch ist seine Muttersprache. Mit ihm wollte sich Astrid Lindner bei ihren regelmäßigen Besuchen besser unterhalten können. Wissenshunger gepaart mit Abenteuerlust ließen die 52-Jährige aufbrechen, um drei Monate am anderen Ende der Welt zu leben und zu arbeiten.

Seit 22 Jahren arbeitet die Beamtin in der Stadtverwaltung Jena, ist Leiterin der Betreuungsbehörde. „Ich hatte das Gefühl, einmal etwas ganz anderes in einem Leben machen zu wollen“, erklärt sie. Sie wollte sehen, welche anderen Lebenswege und Lebensweisen möglich sind. So nahm sie sich ein Vierteljahr
unbezahlten Urlaub, investierte ein Gutteil ihrer Rücklagen und machte sich mit einem Koffer und einem Rucksack auf den Weg.

Mehr durch Zufall war sie auf die Organisation Studynelson in Neuseeland gestoßen. „Die haben meinen gesamten Aufenthalt organisiert“, erzählt Astrid Lindner. Dazu gehörte ein zweiwöchiger Sprachkurs in Wellington. Anschließend hat sie als Freiwillige in einem Backpacker in Karamea gearbeitet, Neue Wege Jenaer Beamtin nimmt sich Auszeit und lebt drei Monate in Neuseeland eine einfache Unterkunft für Rucksachtouristen, Radfahrer und Wanderer. „Rongo“ hieß es und bedeutet in der Sprache der neuseeländischen Ureinwohner „Frieden“. „Living in peace – Leben in Frieden“, so nennt sich das Projekt, für das sie arbeitete. Astrid Lindner gehörte zu den sechs bis zehn Freiwilligen, die gegen freie Unterkunft die Zimmer für die 21 Gäste reinigten, auf der Farm und im Garten halfen. Auch mit etwas Abstand schwärmt Astrid Lindner noch immer von der Atmosphäre im Karamea. „Alle Altersgruppen haben hier friedlich zusammen gelebt. Es gab regelmäßige Lagerfeuer und Kinoabend, ebenso Abendessen, die von allen gemeinsam vorbereitet wurden.“

Eine Rundreise durch den Süden Neuseelands beschloss das große Abenteuer. Dabei sah sie Wale, Robben, Pinguine, auch einen Albatros. Anfang Dezember war sie wieder zu Hause mit 2200 Bildern auf dem Laptop und vielen neuen Eindrücken.

Rückblickend hat Astrid Lindner jeden Tag genossen: die Landschaft, die Gemeinschaft mit Menschen anderer Nationen, den Alltag jenseits der üblichen Routine. Und ihr Englisch? „Da habe ich sehr dazugelernt.“ Als sie im Dezember ihren Enkel in Manchester besuchte, habe er das schnell gemerkt. Er musste sie nicht mehr so oft verbessern.
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