Bei Mama ist es doch am Schönsten

Das „Hotel Mama“, wer liebt es nicht. Hier ist der Kühlschrank immer gefüllt, hier wird die Wäsche gewaschen und man kann ganz so sein, wie man es als Kind immer gewesen ist. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen hätten es eigentlich nicht nötig, auch nach ihrem Schulabschluss noch bei den Eltern wohnen zu bleiben, denn mit einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent bei den Jugendlichen ist Österreich kein Land, in dem die Jugendlichen darauf angewiesen wären, noch lange von ihren Eltern unterstützt zu werden. Anders ist es in Italien, hier leben zwei Drittel der 18- bis 34-Jährigen noch zu Hause, aber dafür sind auch 38,5 Prozent unter ihnen arbeitslos.

Wie eine Sozialbefragung jetzt herausfand, finden es in Österreich in der Gruppe der 20- bis 29 Jährigen die Männer zu 42 und Frauen zu 41 Prozent bei den Eltern noch ziemlich bequem. Dabei ist zu erkennen, dass gerade die Männer äußerst gerne noch bei den Eltern bleiben, während junge Frauen schon eher den Absprung schaffen und sich etwas Eigenes suchen. Insgesamt gab mehr als die Hälfte, 54 Prozent der männlichen Österreicher in diesem Alter an, noch für die Zukunft zu sparen und deshalb zuhause zu wohnen. Bei den Frauen fiel diese Quote geringer aus mit bloß 40 Prozent.

Grund für das Nesthocken der jungen Österreicher ist oftmals wirklich das Sparen auf eine bessere Zukunft, denn hierzulande kaufen sich sehr viel mehr Menschen als in anderen Ländern mit der Zeit ein eigenes Haus oder eine Wohnung. Das Geld dafür kommt natürlich nicht einfach irgendwo her und muss erst angespart werden. So ist es zu erklären, warum so viele junge Leute noch immer lieber bei den Eltern wohnen, anstatt sich etwas zu suchen, das sie schon in frühen Jahren ihr Eigen nennen können. Das Hotel Mama überholt damit sogar Studentenwohnungen.
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