Darf‘s etwas mehr sein?: Innenstadtverein und Partner starten in Weimar eine Spendenaktion für Flüchtlinge

Weimars Innenstadtmanagerin Claudia Frank ist Mitorganisatorin einer Aktion, die Flüchtlingen helfen soll und Spendenwillige unterstützt.

In Weimar ist Zwiebelmarkt. Es wird wieder gegessen, getrunken, geplaudert und so mancher Schatz an den Verkaufsständen und in den Geschäften der Innenstadt gehoben.

„Wann, wenn nicht jetzt, sollte man aber auch an jene denken, denen es nicht so gut geht“, begründet Weimars Innenstadtmanagerin Claudia Frank eine Spendenaktion, zu der der Innenstadtverein, das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus und die Stadt aufrufen.

Transport der Spenden wird organisiert


„Kauf 2, spende 1“ ist die Aktion überschrieben. „Sie soll unkompliziert die ohnehin große Spendenbereitschaft unterstützen“, so Frank. Wer in den beteiligen Geschäften der Innenstadt etwas einkauft, kann ein weiteres Produkt für Flüchtlinge bezahlen. Der Innenstadtverein und seine Partner sorgen dann dafür, dass diese Waren gesammelt und zu den Stadtwerken transportiert werden. Dort werden die Spenden der Weimarer Bevölkerung gesammelt und je nach Bedürftigkeit durch die Stadtverwaltung verteilt. „Durch unsere Aktion muss nicht jeder selbst dort hinfahren“, so die Innenstadtmanagerin.

Schon jetzt freut sich Claudia Frank über die Resonanz auf den Aufruf: „Als ich die E-Mail verschickt hatte, die unsere Idee erklärt, hatte ich schon innerhalb von zwei Stunden vier Zusagen.“ Für Kunden sind die teilnehmenden Einzelhändler an entsprechenden Plakaten in den Schaufenstern zu erkennen.

Sachspenden für mehr Beschäftigung


Mitmachen wird auch Silke Fricke, die einen Bastelladen betreibt. „Vielleicht wollen die Flüchtlingsfrauen gern selbst eine Mütze für ihre Kinder stricken“, überlegt sie. Hier können gezielte Sachspenden wie Wolle und Nadeln helfen, zusätzlich für eine Beschäftigung zu sorgen. „Es wäre schön, wenn wir deshalb genauer Informationen bekommen könnten, was gebraucht wird“, so Fricke. Das könne man dann gezielt im Geschäft kommunizieren.

Immer benötig werden hingegen Hygieneartikel und Kleidung. Da letztere doch kostenintensiv ist, gibt es Überlegungen, die Lagerbestände zu überprüfen. „Wir sind dabei, diese Informationen derzeit zu sammeln“, so Frank.

Weihnachtsaktion wird fortgeführt


Unabhängig von der jetzt anlaufenden Spendenaktion wird der Innenstadtverein seine Weihnachtsaktion für bedürftige Familien weiterführen. Für Claudia Frank steht fest: „Auch bei uns gibt es Leute, denen es nicht so gut geht.“
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