Doggenschau am 31. August in Weimar

Wann? 31.08.2014 10:00 Uhr bis 31.08.2014 15:00 Uhr

Wo? Schulstraße, Weimar DE
Jens Knabe mit seiner zweijährigen Omana vom Schloss Laupenhein. Mit der deutschen Dogge hat Knabe schon viele Preise gewonnen. Knabe selbst züchtet sei 30 Jahren diese Hunderasse.
Weimar: Schulstraße | Hellwach und ganz schön groß: Die Deutsche Dogge beeindruckt und beängstigt zugleich. Doch die Furcht ist unbegründet. Hundetrainer Thomas Kümmel kennt 10 Fakten zur Deutschen Dogge, die das Tier freundlichen Licht erscheinen lassen.

1.


Die Deutsche Dogge ist neben den Irischen Wolfshund die größte Hunderasse der Welt. Rüden haben eine Widerristhöhe von rund 80 Zentimetern. Hündinnen sind etwas kleiner. Deutsche Doggen bringen zwischen 90 und 100 Kilogramm auf die Waage.

2.

Sie sind sehr sportlich und können Hürden von 1,80 Meter Höhe mühelos überwinden. Doggen habe ein kurzes Fell. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben: schwarz, gefleckt, gelb und blau.

3.

Die Hunde wurden aus alten Molosser-Arten herangezüchtet. Diese muskulösen Hunde waren bereits in der Antik bei großen Schlachten dabei oder wurden als Wachhunde eingesetzt. Zwischenzeitlich wurde die Deutsche Dogge auch als Dänische Dogge bezeichnet. Aber Deutschland ist das eigentliche Ursprungsland dieser Rasse. Seit 130 Jahren werden Doggen systematisch gezüchtet.

4.

Die Deutsche Dogge ist ein sehr imposantes Tier, verfügt aber über ein sanftes Wesen. Sie braucht eine artgerechte Erziehung, die auf Unterordnung basiert. Der Hund muss sich dem Besitzer und seiner Familie unterordnen. Das entspricht dem Wesen der Tiere. Die Dogge lebt in Hierarchien.

5.

Früher wollte man mit diesen Hunden seinen eigenen Wert erhöhen. An europäischen Herrscherhäusern schmückte man sich mit Doggen. Auch beim höheren und niederen Adel waren Doggen sehr beliebt.

6.

Der bekannteste Doggenhalter in der deutschen Geschichte ist Reichskanzler Otto von Bismarck. Satan und Tyras hießen seine liebsten Hunde, an die er sich noch auf dem Totenbett erinnert haben soll. Bismarck habe – so die Überlieferung - seine Gesprächsstrategie darauf ausgerichtet, wie seine Besucher auf die Doggen reagiert haben.

7.

Doggen eignen sich gut als Familienhunde. Sie brauchen enge Vertraute und können gut mit Kindern und älteren Personen zusammenleben. Wichtig ist immer eine konsequente Erziehung.

8.

Eine reine Zwingerhaltung ist nicht zu empfehlen. Tagsüber sollten sie sich auf dem Grundstück aufhalten können und nachts bei der Familie sein dürfen. Doggen können auch in Eigenheimsiedlungen gehalten werden, weil sie wenig oder kaum bellen.

9.

Doggenbesitzer müssen auf Hotelurlaube nicht verzichten. Wenn die Tiere früh genug daran gewöhnt werden, können sie zeitweise auch in Tierpensionen untergebracht werden.

10.

Doggen werden heute vornehmlich nach ihrem Aussehen gezüchtet. Früher spielten auch Wesensmerkmale eine zentrale Rolle bei der Bewertung. In der DDR waren sie als Dienst- und Gebrauchshunde eingestuft. Wer sich eine Dogge kaufen möchte, sollte deshalb einen erfahrenen Züchter aufsuchen. Er weiß um den Charakter seiner Hunde.

Zur Sache

Der Deutsche Doggenclub 1888, Ortsgruppe Jena, lädt am 31. August, von 10 bis 15 Uhr auf das Gelände der Hundeschule „Passion“ in Weimar zu ihrer diesjährigen Doggenschau ein.
Gezeigt werden rund 60 Hunde in unterschiedlichen Altersklassen. Die Tiere kommen aus ganz Deutschland. Weil die Ortsgruppe in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, werden nicht nur die Sieger in den jeweiligen Altersklassen mit Pokalen prämiert. Preise winken auch dem schönsten aller teilnehmenden Hunde u. Die älteste Dogge bekommt ein Hundebett zum Geschenk.
Die Ortsgruppe Jena des Deutschen Doggenclubs 1888 hat 30 Mitglieder aus Ost- und Mittelthüringen. Früher fanden die Doggenschauen des Clubs in Jena statt. Nachdem der dortige Platz nicht mehr zur Verfügung stand, sind die Doggenzüchter nach Weimar „umgezogen“. Hier steht ihnen das Gelände der Hundeschule „Passion“ in Weimar-Schöndorf kostenlos zur Verfügung.
Der Eintritt zur Doggenschau ist kostenlos
Die Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit, mit Haltern und Züchtern ins Gespräch zu kommen.
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