Eine bezaubernde Geschichte

In zirka 1700 Briefen ist Goethes Liebe zu Charlotte von Stein der
Nachwelt erhalten geblieben.
Im besonderen Ambiente des Palais Schardt (www.goethepavillon.de) hörte ich die beeindruckte Erzählerin Gabriele Lenhardt mit einfühlender Stimme aus diesen Briefen zitieren. Die Untermalung mit Geigenklängen lies das Gehörte lebendig erscheinen.
War die Beziehung zwischen Charlotte von Stein und Goethe Seelenverwandtschaft, platonische Liebe oder Berechnung? Das weiß heute nur der Wind. Aber bemerkenswert ist die Geschichte trotzdem. Eine Adlige, Hofdame der Herzogin Anna Amalia, Mutter von sieben Kindern und sieben Jahre älter als ihr Verehrer bürgerlicher Herkunft.
Er war Dichterfürst, kurz ein Genie in vielen Bereichen, aber für das Herz jeder Frau ein gefährlicher Mann. Aus den herrlichen Liebesbriefen erfahre ich, dass Goethe verzweifelt um die Gunst der Charlotte ringt, die trotz ihrer Faszination für Goethe anfänglich reserviert auf seine Bestürmungen reagierte. Danach ist sie Goethe verfallen und fördert ihn mit allen zur Verfügung stehenden Kräften.
Aber als Goethe 1786 plötzlich zu einer fast zweijährigen Reise nach
Italien aufbrach ist es zu einem Bruch der Beziehung gekommen und erst
im hohen Alter vergibt Charlotte Goethe und sie sind Freunde geworden.

Leider hatte Charlotte alle Ihre Briefe an Goethe vernichtet und somit
wird diese Liebesgeschichte der Nachwelt nur durch Goethe weiter erzählt.
Eigentlich schade, mir fehlt die Sichtweise der Charlotte von Stein.

Heidrun Sedlacik, 99427 Weimar
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige