Familien aufs Fußballfeld

Diana Köditz (links) und ihr Freund Pierre Senff (3.v.l.) treten mit Kindern und Geschwistern zum „Opel Family Cup“ an. Unter anderem spielen: Nathalie (von links), Genia, Florian und Arvid.
Familienbünde sind so vielfältig wie das Leben. Diana Köditz beispielsweise hat zwei Kinder: Nathalie und Florian. Hinzu gesellt sich ihr Freund Pierre Senff, der wiederum vier Geschwister hat: Genia, Arvid, Kilian und Raoul. Sie alle haben sich als Team zum „Opel Family Cup“ am 5. Mai in Weimar angemeldet. Zwischen 9 und 20 Jahren sind die Kicker alt, die um den Siegerpokal auf dem Lindenberg kämpfen wollen. Mutter Köditz und die Eltern der Senff-Sprößlinge werden dabei am Spielfeldrand stehen und sich in den Pausen um die Versorgung ihres Patchwork-Teams kümmern. Eis und Hilfe bei ­Wadenkrämpfen verspricht Diana Köditz schon heute.

Fünf der sieben Kicker stehen regelmäßig auf dem Fußballplatz und spielen in ihrer Freizeit für den Schöndorfer SV und den TSV Kromsdorf. „Ich kenne die anderen Teams nicht“, bekennt Pierre Senff. Die Fachkraft für Lagerlogis­tik tut sich deshalb etwas schwer mit einer Prognose zu den Siegeschancen seiner Familie. Schwester Genia, Schöndorfer Stürmerin in der Kreisober­liga, gibt derweil schon einmal die Taktik vor: „Einfach immer schön nach vorn spielen.“

Familienbünde sind so vielfältig wie das Leben. Davon zeugen auch die Jungen und Mädchen aus dem Kinderhaus Obermühle in Niederzimmern. Sie treten ebenfalls zum „Opel Family Cup“ an. Dass Kinder aus solchen Einrichtungen mit ihren Betreuern auch ein Team bilden dürfen, hat Matthias Schinner angeregt. Der Autohaus-Besitzer holte den Cup nach Weimar, organisiert ihn hier gemeinsam mit dem SC 1903 Weimar. Schinners Idee wird nun deutschlandweit an 81 Austragungsorten umgesetzt.

Familienbünde sind so vielfältig wie das Leben. Dafür steht auch Jens Große, ehemaliger Spieler beim FC Rot-Weiß Erfurt. Er startet mit seiner und einer befreundeten Familie in den Wettkampf. ­Familie wird hier ganz ­klassisch definiert.

Insgesamt werden am 1.  Maisonntag ab 9 Uhr 24 Teams auf dem Lindenberg um den „Opel Family Cup“ starten. Startgebühren fallen nicht an. Diese übernimmt Matthias Schinner. Er hat auch dafür gesorgt, dass das Halbfinale am 23. Juni in Weimar ausgetragen wird. Hierfür qualifizieren sich 24 Mannschaften aus den Vorentscheiden, darunter auch die beiden Erstplatzierten aus Weimar. Die bundesweit besten Mannschaften werden im September vor einem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park das Finale bestreiten. Die jeweils Drittplatzierten aus den Zwischenrunden sind zum Besuch in der großen Fußball-Arena eingeladen. Die Familien­kicker treffen sich zudem mit Kulttrainer Jürgen Klopp. Die Veranstalter rechnen mit bundesweit rund 15 000 Teilnehmern.

ZUR SACHE

• Noch vier Startplätze können für die Vorrunde am 5. Mai in Weimar vergeben werden. Teams melden sich auf der Internetseite www.autohaus-schinner.de oder unter  03643/24620 an.

• Der Cup wird auf einem Kleinfeld ausgetragen. Ein Team umfasst zehn bis 12 Teilnehmer. Fünf Spieler eines Teams müssen 13 Jahre und jünger sein. Mindestens vier Kinder müssen gleichzeitig auf dem Platz stehen. Erwachsene und Kinder haben in einem direkten Verwandtschaftsverhältnis zueinander zu stehen. Es sind aber auch Pflegefami­lien spielberechtigt.

• Der Vorentscheid am 5. Mai soll ein Fest für die ganze Familie werden. Als Höhepunkt soll ein handsignierter Borussia-Fußball versteigert werden. Der Erlös kommt dem Kinderhaus Obermühle in Niederzimmern zugute.
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