Gegen den Verfall: Thüringer Initiative will sich für den Wiederaufbau von Bismarcktürmen engagieren

Uwe Weiß sucht Gleichgesinnte, die mit ihm die Sanierung und den Wiederaufbau von Bismarcktürmen befördern wollen.
Uwe Weiß aus Mellingen faszinieren Bismarcktürmen. Nicht nur aus architektonischer Sicht. Vielmehr ist der gebürtige Jenenser beeindruckt von den Leistungen und der Persönlichkeit Otto von Bismarcks. „Er muss zu seiner Zeit eine Kultfigur wie Michael Jackson gewesen sein.“ Deshalb sei es auch so wichtig, die Türme als Denkmale zu bewahren.

Weiß will sich aktiv einsetzen für die Sanierung und den Wiederaufbau einzelner Bauwerke. Derzeit ist er auf der Suche nach Mitstreitern. Auf seine Suchanzeigen in Zeitungen hat er bereits Reaktionen bekommen. Nicht nur Gleichgesinnte hat er dadurch kennengelernt. „Mir liegen auch Zusagen für 10000 Euro vor. Die könnten wir bekommen, wenn unsere Idee ins Rollen kommt“, erzählt der gelernte BMSR-Techniker, den es schon vor der Wende in den Westen verschlagen hat und der seit vielen Jahren wieder in der alten Heimat lebt.

"Unser Langzeitziel ist der Wiederaufbau aller Bismarcktürme in Thüringen sein."

„Der Staat kann nicht alles regeln“, begründet er seine Initiative. Er will selbst mit anpacken. Besonders Rudolstadt hat er im Blick. „Wie es dort aussieht, ist ein Schande“, meint Weiß. Doch nicht nur Sanierungen will er befördern, sondern auch den Wiederaufbau. Weimar und Bad Sulza liegen ihm besonders am Herzen. „Schön wäre es zudem, wenn man mit Tafeln an den Türmen zugleich über Bismarck als Mensch und Politiker informieren könnte“, steckt Weiß auch ein für ihn wichtiges Bildungsziel fest.

KONTAKT

Telefon: 0172 6722297
E-Mail: weiss-thueringen@web.de

Auch neue Vereine gründen sich:

Viele Türme und Säulen haben die Jahrzehnte nicht überdauert. Holzkonstruktionen wie der Turm in Bad Sulzahielten den Wettereinflüssen nicht stand. Andere Bauwerke wurden aus politischen Gründen abgerissen, darunter die Bismarcktürme in Weimar und Eisenach. Erst in den 1980-er Jahren nahm das Interesse an den Gebäuden in beiden deutschen Staaten wieder zu. Der Bismarckturm in Sondershausen, wie viele in der DDR mit neuem Namen versehen, wurde beispielsweise von einer Feierabendbrigade 1985 wieder instand gesetzt. In anderen Orten gründeten sich neue Bismarckturm-Vereine: in den letzten 30 Jahren deutschlandweit 16 Stück.
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