Geheimtipp: Freitreppe

Screenshot aus dem Film: David Blohm saust die Treppen des Atriums hinab. Sie gelten als Paradies für Skater. Mit dieser Filmidee gewann Bauhaus-Student Steven Mehlhorn (rechts) den zweiten Preis beim Wettbewerb ­„Atriumflimmern.“ Foto: Mehlhorn
Weimar: Friedensstraße | „Das ist der Hammer!“ So beschreibt Steven Mehlhorn seine Gedanken beim ersten Blick auf die Freitreppen vorm Weimar Atrium vor mittlerweile fünf Jahren. Damals kam er für einen Neustart nach Weimar. Seitdem studiert der 37-Jährige an der Bauhaus-Uni Mediengestaltung und wird bald seinen Masterabschluss haben.

Funsport hat Mehlhorn schon immer begeistert. Zu Hause im Erzgebirge war er bereits in den 90er-Jahren auf dem Snowboard unterwegs. Die Leidenschaft ist geblieben und ein geschulter Blick. „Ich scanne eine Stadt immer nach Spots ab“, erklärt er. Spots sind markante Punkte, die unter anderem für Skater eine besonders Herausforderung sind.

Die große Treppen vorm Atrium, die ihn damals so beeindruckten, rückt er jetzt in den Blickpunkt – mit einem Kurzfilm, der im Rahmen eines studentischen Projekts entstand. Steven Mehlhorn schickt David Blohm, einen begeisterten Skater auf die Atrium-Piste. „Im Film ist nichts inszeniert“, klärt der Filmemacher auf. Der Skater habe sich das erste Mal an den Treppen versucht. „Das macht den Film authentisch.“ Dem Zuschauer bleibt das nicht verborgen. Denn nicht immer kommt David Blohm heil hinab, muss so manchen Sturz verkraften.

Mit dem Film hat der Student nicht nur den zweiten Platz eines Filmwettbewerbes gewonnen, sondern auch die Vorlage für ein Event geliefert. Das Management des Weimar Atrium überlegt nun, ob es einen Skater-Wettbewerb initiiert. Bis dahin aber bleibt der Raum allein den Fußgängern vorbehalten.

Inform@tion
Der Film ist auf www.youtube.de eingestellt unter Stichwort „Atrium 3 D“.
oder
http://www.youtube.com/watch?v=uQ_7GqB5eAQ

ZUR SACHE:
Geheimtipp“ nahm Steven Mehlhorn am studentischen Filmwettbewerb „Atriumflimmern“ teil.

• Das Weimar Atrium hatte den Filmwettbewerb auf Anregung von Prof. Wolfgang Kissel von der Bauhaus-Universität Weimar ausgelobt. Es sollten Kurzfilm-Ideen entwickelt werden, die eine Shopping Mall als Handlungsraum benötigen.

• Sämtliche Genres waren willkommen: Dokumentarisches ebenso wie Fiktives, Komisches und Kritisches, Dramatisches oder Experimentelles.

• Mehr als 20 Filme wurden eingereicht. Die Preise waren Geldprämien in Höhe von 5000, 3000 und 1500 Euro. Zudem gab es zwei lobende Erwähnungen.
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