Ilm schiffbar gemacht. Weimarer steuern Requisiten für ARD-Fernsehserie „Heiter bis tödlich - Akte Ex“ bei

Das Boot eines Mörders? Auflösung gibt es in ein paar Tagen.
Weimar: Kanu und Gymnastik Club | Beim Fernsehen ist man flexibel. Wenn im Krimi-Drehbuch steht, dass einer der Mordverdächtigen ein schickes Motorboot fährt, dann wird die ansonsten ruhig vor sich hinplätschernde Ilm zur Wasserstraße gemacht.

Rückblende: Jörg Maier staunte nicht schlecht, als vor etwa zehn Wochen der Außenrequisiteur Thomas Wolf bei ihm an die Tür klopfte. Maier hatte gerade erst seinen Bootsshop in Weimars Industriestraße eröffnet. Wolf wollte aber kein Boot kaufen. Er fragte an, ob er eins für ein paar Tage ausleihen kann. Für die Ilm. Für die Ilm? Die ist doch gar nicht schiffbar! Muss sie auch nicht. Das Boot soll nur als Requisite in der ARD-Vorabendkrimiserie „Heiter bis tödlich – Akte Ex“ dienen. Wolf machte ein Foto von dem Sportboot und verschwand wieder.

Vier Wochen später tauchte er mit dem Regisseur bei Maier auf. Der Termin dauerte keine fünf Minuten. „Das Ding nehmen wir. Das passt.“ Paar Tage darauf kam der Anruf der Requisite, dass Maier das Boot keinesfalls verkaufen soll. Der Termin der Dreharbeiten wäre Ende Juni.

Drehtermine dulden kaum Aufschub. Wenn so viele Menschen involviert sind, geschieht alles nach einem straffen Terminplan. Das Boot wird benötigt. Jörg Meier schaut mit sorgevollen Augen aus dem Fenster. Bei dem Wetter? Es ist ein italienisches Boot mit nur leichtem Verdeck, das nur kleine Schauer abhält. Der Requisiteur lässt per Handy den Agrarwetterbericht abrufen: „Es wird in der nächsten Stunde nicht regnen“. Und er sollte Recht behalten. Die Ilm hat weder eine Slipanlage, noch könnte man direkt mit dem Bootsanhänger das Boot zu Wasser lassen. Das Fernsehteam hat einen Riesenkran aus Saalfeld organisiert. Nicht, dass Kranführer Marcel Wunderlich jeden Tag Boote durch die Gegend hebt. Aber mit seiner ruhigen und besonnenen Art und Weise meistert er auch diese Aufgabe.

Dem Bootseigner ist etwas unwohl in der Magengegend. Das Boot über die Bäume hinweg heben? Der kleinste Fehler und das Boot bekommt eine Schramme oder rutscht gar aus den Gurten. Letztlich läuft alles nach Plan. Jörg Maier atmet tief durch, als das Boot am Steg im „neuen Weimarer Hafen“ festgemacht wird. Unschiffbar bleibt die Ilm dennoch. Nicht mal der Zündschlüssel darf herum gedreht werden.

Die Ermittler auf der Suche nach dem Mörder sind hier zu finden:

http://www.meinanzeiger.de/weimar/leute/wer-ist-de...
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7 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 03.07.2012 | 19:48  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 03.07.2012 | 20:57  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.07.2012 | 22:58  
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Hannelore Grünler aus Artern | 04.07.2012 | 04:27  
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Steffen Weiß aus Gera | 04.07.2012 | 07:43  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 04.07.2012 | 09:37  
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Steffen Weiß aus Gera | 06.07.2012 | 21:53  
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