Kinder in Amt und Würden

Wann? 08.01.2012 10:00 Uhr

Wo? Schulgasse, Magdala DE
Emma Eylenstein, Lara Eckert und Mattea Fritschek (von links) werden am kommenden Sonntag in ihr Amt als Kinderbischöfe eingeführt.
Magdala: Schulgasse | Anderen Kindern helfen, sich für ihre Wünsche und ihr Wohl einsetzen – das wollen Mattea, Emma und Lara. Am Nikolaustag des vergangenen Jahres wurden die drei Mädchen im Grundschulalter als neue Kinderbischöfe der Magdalaer Kirchgemeinde gewählt. „Ein ganz demokratischer Prozess“, erinnert sich Pfarrer Martin Krautwurst. Sieben Bewerber hätte es gegeben. Am Ende seien sogar zwei Stichwahlen notwendig geworden, um die neuen Kinderbischöfe zu bestimmen. Am kommenden Sonntag, um 10 Uhr werden nun die drei Kinder im Rahmen eines Familiengottesdienstes in ihr Amt eingeführt. Und schon kurz danach steht der erste offizielle Termin für sie an. Gemeinsam mit dem Pfarrer gehen sie zum Neujahrsempfang des Magdalaer Bürgermeisters, um sich vorzustellen.

Seit dem Jahr 2000 werden in Magdala Kinderbischöfe gewählt. Ihre Amtszeit beträgt ein ganzes Jahr. Schon viel konnten die Jungen und Mädchen in Amt und Würden erreichen: Sie sorgten für CD-Player in der Grundschule und einen Zebrastreifen davor. Kinderbischöfe setzten sich auch dafür ein, dass die Straßenbeleuchtung am frühen Morgen für einen sicheren Schulweg sorgt. „Erwachsene haben nicht gemerkt, dass sich die Beleuchtung zu spät für die Schüler einschaltet. Sie fahren zumeist mit dem Auto zur Arbeit“, erklärt Martin Krautwurst. Vieles würde von den Kleinen ganz anderes wahrgenommen als von Großen. Die Mitsprache der Kinderbischöfe im Gemeinde- und im Kirchenrat sei deshalb um so wichtiger.

Mattea, Emma und Lara wollen die Arbeit ihrer Vorgänger fortführen, unter anderem bei der Hilfe für Tschernobylkinder, aber auch eigene Akzente setzen. Lara möchte eine Art Kummerkasten entwerfen. So könnten die anderen Kinder ihre Probleme und Wünsche äußern, auf die die neuen Kinderbischöfe in ihrer Amtszeit eingehen wollen. Mattea plant gemeinsam mit ihrem Papa ein Projekt über Stromerzeugung. Und Emma hat sich fest vorgenommen, Waffeln zu backen. Durch deren Verkauf sollen die Projekte der Kinderbischöfe unterstützt werden.
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