Kommunaler Seniorenbeirat der Stadt Weimar tagte im Seniorenzentrum des Deutschen Roten Kreuzes

Der kommunale Seniorenbeirat der Stadt Weimar vor dem Objekt des Rot-Kreuz-Heimes in der Karl-Haußknecht-Straße
Weimar: Seniorenzentrum des DRK | Schon öfter hat der kommunale Seniorenbeirat der Stadt Weimar seine Beratungen in verschiedene Einrichtungen des kommunalen, öffentlichen und sozialen Bereiches gelegt, um einem tristen, womöglich dann auch nicht ganz so interessanten Beratungsalltag zu entfliehen. Er gestaltet sie so zusagen abwechslungsreich, informativ und sehr interessant. Erst im vergangenen Monat traf man sich bei der Berufsfeuerwehr Weimar bzw. im Gefahrenschutzzentrum und nun folgte die Märzsitzung, die wieder einmal in einer Pflegeeinrichtung abgehalten wurde. Das Seniorenzentrum Weimar gGmbH des Deutschen Roten Kreuzes, in der K.-Haußknecht-Straße 19a, in Weimar wurde angesteuert und inspiziert.

Dort wurde der Beirat, der an diesem Tag unter Leitung der Senioren- und Behindertenbeauftragten der Stadt, Ute Böhnki wegen kurzfristigen Ausfalls des Beiratsvorsitzenden, Herrn Trommsdorf abgehalten wurde, sehr herzlich und anerkennend empfangen. Begrüßt wurden die Damen und Herren des Beirates von der Pflegedienstleiterin des Hauses, Schwester Yvonne Grabe und dem Beiratsmitglied, Frau Schallenberg, die ja selber auch für das Seniorengerechte Wohnen des DRK in der Rudolf-Breitscheid-Straße 14, in Weimar verantwortlich zeichnet. Frau Grabe berichtete über die Einrichtung selbst, z. B. was für Zimmer es hier gibt, für wie viel Bewohner Platz insgesamt vorhanden ist und wie die Altersstrukturen der Bewohner, die sehr unterschiedlich sind, sich zusammensetzen usw. Der jüngste Hausbewohner ist z. B. erst 53 und lebt schon einige Jahre dort in dieser Einrichtung. Viel Neues konnte über Einteilungen von Pflegestufen und Kosten erfahren werden, aber auch über Dinge, die das Arbeiten in der Pflege nicht gerade leicht gestalten. Das fängt allein schon damit an, dass überall Pflegefachkräftemangel herrscht. Es werden zu wenig Azubis in diesem Bereich ausgebildet, es fehlen Motivationen und es sind gerade geburtenschwache Jahrgänge zu verzeichnen.

Auch liegt die Bezahlung noch längst nicht im Tarifbereich. Das DRK möchte Tariflöhne zahlen und hat deshalb einen Pflegepakt für Tariflohnzahlung geschlossen, doch die Kassen weigern sich noch, zu verhandeln. Tarifzahlungen sollen bewirken, die Mitarbeiter dann auch durch bessere Entlohnung halten zu können. Andere Träger zahlen mitunter schon mehr, so dass schon allein das wieder Gründe sind, das Mitarbeiterfluktuationen bestehen. Dennoch wird in den Einrichtungen des DRK eine hervorragende Arbeit geleistet! Das kann auch damit begründet werden, dass in den Objekten festes Personal Bestand hat. Eine angestellte Pflege- oder Betreuungskraft muss nicht heute mal in der Einrichtung und morgen mal in einer anderen arbeiten, sondern sie ist stets fest etabliert. Nur in ganz großen Ausnahmesituationen kann es schon mal vorkommen, dass eine Schwester des einen Heimes dann auch mal in einem anderen mit eingesetzt werden kann.

Nach Fragestellung zur Auslastung der Häuser konnte berichtet werden, dass eine volle Auslastung besteht und es sogar Wartelisten gibt. Bewohner des auch zum DRK gehörenden Betreuten Wohnens haben für die DRK Pflegeeinrichtungen in der Regel Vorrang, da es ja nur einen Wechsel darstellt. Das ist gerade für Ehepaare wichtig, denn wenn ein Partner plötzlich pflegebedürftig wird, so wird dieser dann nicht unbedingt vom anderen total getrennt, sondern nur in die gleich nebenan liegende Einrichtung verlegt. Auch blinde Bewohner leben im Seniorenzentrum. Man fühlt sich dort rundum geborgen und wohl, davon konnte man sich überzeugen.

Was gehört zur Ausstattung im Haus?
Helle und freundliche Einzel- und Doppelzimmer mit Möblierung, eigene Küchenversorgung mit zusätzlichen Stationsküchen und Stationsbädern, Oasen des geselligen Zusammentreffens und der Kommunikation, Wintergarten, Terrasse, Gartenparkanlagen und Inseln der Ruhe sowie Schwestern-Notruf in allen Bereichen usw. Viele Dienstleistungen, wie z. B. Friseur und Fußpflege, Fahrdienste, individueller Zimmerservice, Haustechnische Leistungen usw. werden erbracht und sind fester Bestandteil im Objekt. Doch auch ein niveauvolles kulturelles Leben kommt nicht zu kurz. Rundum einzuschätzen ist, dass hier noch der Mensch im Mittelpunkt, ja sogar an erster Stelle steht!

Weitere Pflegeheime betreibt das DRK noch in Ettersburg und Weimar-West. Doch selbstverständlich obliegen ihm noch viele weitere andere wichtige Aufgaben, wie z. B. ambulanter Pflege- und Fahr- sowie Notdienst, Sanitätsausbildung usw.

Ein Rundgang durch das Haus und ein Gruppenfoto vor der Einrichtung bildeten den Abschluss der Beratung. Petra Seidel, Ortsteilbürgermeisterin von Legefeld und Holzdorf sowie Stadträtin (ww) - Mitglied des kommunalen Seniorenbeirates
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