Leben eingehaucht: Stadtführung mit "Caroline Falk"

eate Hermann als Caroline Falk im Lutherhof.
Weimar: Lutherhof | Echte Bewunderung ist zu spüren, wenn Beate Hermann über Caroline Falk spricht. Eine starke Frau sei sie gewesen, die trotz persönlicher Katastrophen die Kraft fand, fremden Kindern ein Heim zu geben, sie auszubilden und damit Lebensperspektive zu schaffen.

Deshalb schlüpft die Stadtführerin, die vielen auch als „Zwiebelinchen“ bekannt ist, ab dem 2. Dezember in die Rolle dieser kämpferischen Frau aus der Goethezeit. Blau-weiß-kariert ist ihr Biedermeierkostüm, auf dem Kopf trägt sie einen geflochtenen Hut aus Stroh, der durch eine große Schleife unterm Kinn zusammengehalten wird. Mit diesem Kleid hat Kostümschneiderin Kathrin Lehmann aus Erfurt eine freundlich-resolute Person geschaffen. Beate Hermann haucht ihr Leben ein. Im Goethe- und Schiller-Archiv hat sie intensiv über die Frau an der Seite von Johannes Falk geforscht, viel Wissen zusammengetragen. Mit diesem Angebot soll das Wirken der Falks in Weimar mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. 2013 jährt sich zum 200. Mal die Gründung der „Gesellschaft der Freunde in der Not“ durch Johannes Falk, ein soziales Hilfswerk für eltern- und heimatlose Kinder.

500 Zöglinge lebten über die Jahre bei den Falks. Auch noch weit über den Tod der beiden hinaus brachte die Gesellschaft Notleidenden Hilfe. Etwa zwei Stunden dauern die Führungen. Sie starten am Markt und enden am Lutherhof. Hier lebten ab 1821 Caroline und Johannes Falk mit ihren eigenen Kindern und den Zöglingen. Heute hat die Johannes-Falk-Gesellschaft im Lutherhof ihren Sitz, gibt in einer Ausstellung Auskunft über Leben und Wirken des Pädagogen und Schriftstellers. Und natürlich auch darüber, dass Falk mit „Oh du fröhliche“ eines der bekanntes Weihnachtslieder geschrieben hat. „Im Advent werden wir das Lied bei den Führungen auf jeden Fall gemeinsam singen“, blick Beate Hermann voraus.
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