Nackte Weimarerin protestiert gegen Stierkämpfe

Tina Reschke bei einer PETA Anti-Pelz-Demo in Dresden / © PETA. (Foto: Peta)
Tina Reschke, 23, fährt diese Woche aus Weimar ins spanische Pamplona, wo sie – in einem Sarg liegend und mit wenig mehr als künstlichen Stierhörnern bekleidet – gegen das brutale Stierrennen von Pamplona und die anschließenden Stierkämpfe demonstrieren wird. Die engagierte junge Frau gehört zu den Dutzenden von Teilnehmern einer Protestdemonstration, die am 5. Juli 2013, dem Vortag des Stierrennens, stattfindet. Die Aktion wird von der Tierrechtsorganisation PETA UK in Zusammenarbeit mit der spanischen Organisation AnimaNaturalis organsiert.

„Es kann niemals eine Rechtfertigung dafür geben, Tiere zur Unterhaltung des Menschen zu quälen und zu töten”, so Tina Reschke. „Ich lasse gerne meine Hüllen fallen, wenn ich damit die Grausamkeit ans Licht bringen kann, die das Stierrennen und der Stierkampf für die Tiere bedeuten.“

Die Stiere, die während des San-Fermín-Festes in der Stierkampfarena von Pamplona gefoltert werden, sind die gleichen Tiere, die zuvor beim Stierrennen in den engen Kopfsteinpflastergassen von Pamplona ausrutschen, stürzen und sich verletzen. Wie aus einem PETA-Video hervorgeht, dessen Begleitkommentar die spanische Sängerin und Superstar Charo spricht, werden Stiere in der Arena mit Lanzen traktiert, niedergestochen und geschwächt, bis die Matadore schließlich versuchen, die völlig entkräfteten Tiere mit einem Dolchstoß ins Rückenmark zu töten. Manchmal ersticken die Stiere zuvor bereits an ihrem eigenen Blut, und nicht selten sind sie noch am Leben, wenn ihre geschundenen, blutigen Körper aus der Arena gezogen werden.

Das Interesse am Stierkampf schwindet seit Jahren; die Folgen sind rückläufige Besucherzahlen und die Schließung von Stierkampfarenen in vielen traditionellen Stierkampf-Ländern. Einer Umfrage zufolge haben 76 Prozent der Spanier kein Interesse an der Fortführung des barbarischen Spektakels. Die Stierkampfbranche überlebt heute nur noch mithilfe von enormen Subventionen und durch Touristen, die die Tierquälerei unwissentlich unterstützen.
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