Polka? – Kein Problem!

Spaß am gemeinsamen Musizieren hat die Daasdorfer Blaskapelle zusammengeführt. Foto: Schulter
Daasdorf: Dorfstraße | B-Horn oder S-Horn? Keine Ahnung! Auch mit der Notenkunde haperte es. Das war vor gut zwei Jahren. Damals traf sich ein kleines Grüppchen aus Daasdorf bei Buttelstedt, um gemeinsam eine Blaskapelle zu gründen. Vom fehlenden Wissen ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen. Ihr großes Ziel war es, bei Feierlichkeiten im Ort gemeinsam aufzutreten.
Bereits ein halbes Jahr später musizierte die Blaskapelle beim Herbstfest in Daasdorf erstmals öffentlich. „Hohe Tannen“, ein Geburtstagslied und „Glück auf“ waren die ersten Stücke, die die Blaskapelle spielen konnte. Mittlerweile klappt es mit böhmischen Polkas. „Dafür müssen wir viel üben“, erzählt Kathrin Enzian.

Ihre raschen Fortschritte haben die Hobbymusiker ihrem Lehrer Herbert Marquar zu verdanken. Er hat sie mit Konsequenz und Geduld angeleitet und seine Anforderungen nicht heruntergeschraubt. Daran ist die Blaskapelle gewachsen.

Den Start gab ein öffentlicher Aufruf im März 2010. Siebzehn Interessierte hatten sich zur ersten Besprechung zusammengefunden. Acht Daasdorfer sind geblieben. Später schloss sich der Gruppe noch eine Musikerin an. Gespielt werden Klarinette, Trompete, Horn, Posaune oder Tuba. Wer welches Instrument spielt, legte Herbert Marquar zu Beginn fest.
„Am Anfang standen wir vor einem großen Problem: Niemand besaß ein eigenes Blasinstrument“, erinnert sich Jürgen Teuber. Mittlerweile haben sich zwar einige Mitglieder Instrumente kaufen können. Doch gerade bei der teuren Tuba war man auf Hilfe angewiesen. Unterstützung fanden die Musikanten in ihren Anfängen beim Deutschen Nationaltheater Weimar und der Musikhochschule. Noch heute können sie auf Leihgaben des Jugendblasorchester- und Schauorchesters Weimar zurückgreifen. Vor allem deren Leiter Hans Gärtner war immer eine große Hilfe.
Auch der Buttelstedter Bürgermeister Joachim Ulrich unterstützt die Kapelle. Sie darf unentgeltlich das Daasdorfer Gemeindehaus für die wöchentlichen Proben nutzen.

Dass aus einer kleinen Gruppe von Laien in relativ kurzer Zeit ein richtiges Ensemble entstehen kann, führt Herbert Marquar auf den familiären Zusammenhalt zurück. Die Gruppe besteht aus zwei Familien und Hans Dunkel, der die Idee zur Gründung hatte.
„Normalerweise ist es nicht möglich, nach so kurzer Zeit gemeinsam aufzutreten“, schöpft Marquar aus seinem Erfahrungsschatz. Aber die Daasdorfer spornen sich gegenseitig an und kommen zu dem einhelligen Ergebnis. „Wir sind schon ziemlich weit gekommen“.
Glücklich ist Hans Dunkel über die Tatsache, dass die Musiker als Gruppe „gut zusammen passen“. Trotzdem zeigt man sich offen. „Wer Lust hat, kann gern bei uns mitmachen“, wirbt Dunkel um weitere Musiker.
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