Rat und Hilfe für Selbstständige: BDS zieht nach Weimar

„Wir wollten ins Herz von Thüringen ziehen“, begründen BDS-Landesvorsitzender Rolf Menzel (links) und Mittelstands­beauftragter Gisbert Sachs den Umzug des „Bundes der Selbständigen“ von Gera nach Weimar.
Weimar: Rathenauplatz | st und ­ständig zu arbeiten.“ Wer ein ­eigenes Unternehmen führt, kennt mit Sicherheit diesen Spruch, lebt ihn, muss ihn leben. Wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen, ist nicht gleichzusetzen mit dem Einzug ins Paradies, mit schnell verdientem Geld. Ein Unternehmer trägt eine gehörige Portion Verantwortung, unabhängig von Umsatz und Mitarbeiterzahlen. Doch schultern muss er seine Probleme nicht allein.

Interessenvertretungen knüpfen Netzwerke zu Partnern und Politik, geben Ratschläge. Eine solche Interessenvertretung ist auch der „Bund der Selbständigen“ (BDS). Seine Landesgeschäftsstelle hat er erst kürzlich von Gera nach Weimar verlegt. „Wir wollten ins Herz von Thüringen ziehen, weil hier unser Schwerpunkt liegt“, erklärt Landesvorsitzender Rolf Menzel. Rund 1100 Unternehmen kann sein Verband in Thüringen zählen – vom Alleinunterhalter bis zum Familienbetrieb mit 200 Mitarbeitern.

War man in den Jahren nach der Verbandsgründung 1990 vor allem in Ostthüringen gut und stark aufgestellt, so will man gleiches nun auch in Jena, Erfurt und Weimar erreichen. Erste Zuwächse sind schon zu verbuchen. Um 40 Prozent sind die Mitgliederzahlen in der Klassikerstadt seit dem Umzug gestiegen. 70 Mitglieder zählt man in der Stadt. Nur Nordthüringen ist auf der BDS-Landkarte noch verwaist.

Die höhere Akzeptanz des BDS hat vor allem zwei Ursachen. Mit Gisbert Sachs ist zum einem ein Mittelstandsbeauftragter unterwegs, um im direkten Gespräch für eine Mitgliedschaft zu werben. Zum anderen konnte der Verband mit neuen Seminar­angeboten punkten, die für Mitglieder sehr kostengünstig sind. Hierzu zählen nicht nur Existenzgründerseminare, sondern auch Weiterbildungen zu den Themen Online-Auftritt und Marketing. „Das Internet ist bei vielen unserer Selbstständigen ein Schwachpunkt. Sie nutzen auf dem Gebiet ihre Möglichkeiten nicht voll aus“, schätzt Menzel ein. Die Seminare sollen weiterhelfen, die Unternehmen vorantreiben.

Netzwerke zu schaffen, das ist eine weitere Aufgabe, die sich die BDS-Landesgeschäftsstelle stellt. Zwei Mal im Jahr werden Treffen organisiert. In geselliger Runde trifft hier der Rechtsanwalt auf den Schreiner, der Bauingenieur auf den IT-Spezialisten. „Dabei können auch Geschäfte untereinander ausgehandelt werden“, erzählt Menzel.

Auf einen aktuellen ­Arbeitsbereich verweist ­Gisbert Sachs: „Wir unter­stützen unsere Mitglieder auch bei Firmenübergaben.“ Viele hätten sich nach der Wende in mittleren Lebensjahren selbstständig gemacht. Nun sei es Zeit, an einen Nachfolger zu denken. Diesen schwierigen Prozess können Experten vom BDS begleiten.
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