Sepsis-Kongress startet: Experten debattieren zur Senkung der Sterblichkeit

Das Sepsis-Team mit Mitarbeitern der Weimarhalle und des Universitätsklinikums Jena. Foto: weimar GmbH/Uta Kühne (Foto: Uta Kühne)
Weimar: Weimarhalle | Mit 600 Ärzten, 250 Intensivpflegekräften, 150 Referenten und 50 Ausstellern beginnt am 4. September das „weimar sepsis update 2013“ in der Weimarhalle. Gemeinsam mit der Deutschen Sepsis Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege organisiert die weimar GmbH diese Großveranstaltung, die sich bis zum 7. September in den 6. Internationalen Kongress „Sepsis and Multiorgan Dysfunction“ für Ärzte und in den 8. Intensivpflegekongress für Intensivpflegepersonal aufteilen. Ergänzt wird die zentrale Plenartagung von rund 20 begleitenden Workshops, der Industrieausstellung und der Verleihung von zwei Forschungspreisen sowie einem Medienpreis.

Erstmals gibt es zu dem internationalen Kongress eine Kooperation mit SepsEast, dem zentralen osteuropäischen Sepsis-Forum.
Nach aktuellen Daten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) am Universitätsklinikum Jena, erkrankten im Jahre 2010 in Deutschland 175.051 Patienten an septischen Erkrankungen, davon 87.150 Patienten an einer Sepsis, 69.016 an einer schweren Sepsis und 18.885 an einem septischen Schock. 50.098 Patienten verstarben im Krankenhaus. Diese Daten liegen über den berichteten Inzidenz- und Sterblichkeitsraten der deutschen SepNet-Prävalenzstudie aus dem Jahr 2004. Angesichts des zunehmenden Lebensalters der Bevölkerung muss in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden. Das „weimar sepsis update 2013“ wird sich in zahlreichen Pro-und-Contra-Debatten diesen Fragen widmen. Wieder werden nationale und internationale Experten sich bemühen, den Konsens zu finden, aber auch die Kontroversen herauszustellen.

Erstmals liegt der Anteil der ausländischen Teilnehmer bei 30 Prozent, die sowohl aus den Ländern Osteuropas anreisen, aber auch aus den USA und Kanada kommen.
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