Sieg im dritten Anlauf

Ortsbürgermeisterin Annett Weise vor dem Wetterstein, den Schwarzaer Bürger zur Unterhaltung ihrer Gäste angefertigt haben.
Blankenhain: Schwarza | Sie haben der Versuchung widerstanden. In Schwarza, einem Ortsteil von Blankenhain, hat man in den turbulenten Jahren nach der Wende weder ein Gewerbegebiet noch ein neues Wohngebiet im Ort angesiedelt. Wer hier wohnt, ist familiär verwurzelt. Die wenigen Zugezogenen sind gut aufgenommen worden von der Dorfgemeinschaft. „Wir halten alle zusammen“, freut sich die Ortsbürgermeisterin Annett Weise. Jeder packe mit an.
Das habe man erst im letzten Winter gemerkt. Da wurden schnell die Traktoren herausgeholt, um den vielen Schnee zu räumen. Mit viel Tatkraft habe man auch die Bänke im Ort erneuern können. Noch vor Jahresfrist gab es Lottomittel für diese Investition. Doch das Geld reichte nicht aus. So haben die Schwarzaer zusammengelegt. Eine neue Sitzgruppe direkt vor dem Dorfgemeinschaftshaus ist entstanden. „Ein beliebter Treffpunkt“, erzählt Annett Weise. Und in Sichtweite konnte zugleich ein neues Spielhaus für die Kinder aufgebaut werden. Damit hat der Nachwuchs neben dem gepflegten Spielplatz einen weiteren Ort zum Toben. Und das können sie, ohne dass die Eltern Angst haben müssen. Denn Schwarza liegt idyllisch im Tal, die alte Dorfstruktur ist erhalten geblieben.

Für die gute Entwicklung sind die Schwarzaer jetzt belohnt worden. Sie sind Sieger im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Im dritten Anlauf hat es mit dem Sieg geklappt. Bereits 2005 und 2008 hatte das Dorf teilgenommen. Nun endlich wurde honoriert, was man in dem Ort auch ohne Dorferneuerungsprogramm geschafft hat. Neben dem guten Zusammenhalt untereinander überzeugt Schwarza durch gepflegte Häuser und Vorgärten. „Hier packt jeder mit an. Ich muss niemanden zu etwas ermahnen“.
Am vergangenen Wochenende konnten die Ortsbürgermeisterin die Auszeichnung entgegen nehmen. Im Rahmen einer kleinen Feier in der ehemaligen Gaststätte wurden auch Mellingen und Tonndorf ausgezeichnet. Beide Orten hatten sich ebenfalls am Wettbewerb beteiligt.

Dass es am Ende nur drei Teilnehmer beim Kreisausscheid waren, erstaunt Annett Weise etwas. „Vielen denken vielleicht, dass eine Menge Arbeit notwendig ist, um alle Unterlagen für den Kreiswettbewerb vorzubereiten. „Aber das ist nicht der Fall“, macht sie anderen Gemeinden Mut. Zugleich hofft sie auch auf weitere Lorbeeren für ihr Schwarza. Der Kreissieger nimmt nämlich automatisch am landesweiten Wettbewerb teil und kann sich mit einem Sieg dort für den Bundesausscheid qualifizieren.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige