Sonnenschirme auf Uni-Asphalt: Parkplätze werden in Weimar zu Park-Plätzen

Laura Fröhlich, Léonard Bougault und Tobias Eußner (von links) haben sich schon einmal zum Entspannen niedergelassen auf den neuen Parkplätzen hinter dem „Green House“ auf dem Campus der Bauhaus-Uni. Im Hintergrund sonnt sich Projektleiterin Jessica Christoph. Zur Summaery kann man es ihnen gleichtun. Sonnenschirme stehen bereit. Auch Picknickdecken können in geringer Zahl entliehen werden.
Weimar: Berkaer Straße |

Schwarz glänzt der Asphalt. Strahlend weiß sind die Parkflächen hinter dem „Green House“ markiert. Noch nicht lange steht Uni-Mitarbeitern und Studenten dieser Bereich nahe dem Experimentalbau und unweit der Berkaer Straße zum Parken zur Verfügung. „Wir waren damals schon erstaunt, wie viel Fläche hier versiegelt wurde“, erinnert sich Jessica Christoph an das Ende der Bauarbeiten.


Dem Erstaunen folgte ein Umdenken: Parkplätze seien gut. Aber muss der Platz monofunktional genutzt werden? „Als nicht definierter Ort kann hier viel passieren“, ist sich Architekturstudent Tobias Eußner sicher. Gemeinsam mit vier Kommilitonen hat er in einem Seminar unter der Leitung von Diplom-Ingenieurin Jessica Christoph neue Möglichkeiten zur Raumnutzung durchdacht – für die grünen und grauen Flächen auf dem Campus. Zur diesjährigen Summaery sollen sie vorgestellt werden.

Dann verwandelt sich nicht nur der Parkplatz, sondern auch drei weitere Flächen auf dem Uni-Gelände zu kleinen Oasen, in denen man miteinander ins Gespräch kommen kann. Sie sollen als „soziale Hotspots“ dienen. „Aber natürlich können sich die Summaery-Besucher weitere Räume zum Innehalten suchen“, so Jessica Christoph. Das könne durchaus auch die Überdachung der Mülltonnenplätze sein. Sie seien zwar nicht dafür gebaut, aber eine solche Umnutzung durchaus möglich. „Wir sind jedenfalls schon sehr gepannt auf die Auswahl.“

Gut markiert sind die neu definierten Plätze durch Sonnenschirme im leuchtenden Orange. Diese stehen aber auch jenen zur Verfügung, die selbst auf Entdeckungsreise gehen und ihre Oase auf dem Campus damit „ankern“ möchten. „Wir haben 50 Schirme extra für die Summaery angeschafft und wollen sie an Besucher verleihen“, so Christoph. Dafür werde eine Rezeption eingerichtet. An dieser Rezeption können auch Picknickdecken entliehen werden. Allerdings nur in geringer Stückzahl. Wer die eigene Decke mitbringt, steht deshalb auf der sicheren Seite.
Damit sich Studenten und Gäste auf den Park-Flächen richtig wohlfühlen, wird eine Bar eröffnet. Auch für Musik ist gesorgt. Am Sonnabend spielt „Leachim Roy“. Zudem wurde ein deutsch-argentinisches DJ-Duo engagiert.

Über die Summaery

• Bis zum 12. Juli präsentiert die Bauhaus-Uni zur Summaery aktuelle Studienprojekte aus den Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bauingenieurwesen, Gestaltung sowie Medien. Vier Tage lang zeigen Studenten an über 40 Weimarer Orten Ausstellungen, Installationen, Performances, Modelle und Filmvorführungen.

• Mit ihrem Leitbild »Footprint«, das unter der Federführung der Fakultät Architektur und Urbanistik entstanden ist, möchte die Jahresschau sichtbare Spuren legen – von den studentischen Projekten in die Öffentlichkeit.

• Öffnungszeiten: Sonntag, 12 bis 18 Uhr

• Prgamminfo: www.uni-weimar.de/summaery
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