Tobias Bornschein nimmt an der WM der Berufe teil

Tobias Bornschein, Facharbeiter im Werk Großheringen, bereitet sich derzeit als Deutscher Meister der Polymechaniker auf die WorldSkills Leipzig 2013 im Juli vor.
Großheringen: Vigastraße | Tagtägliches Einerlei ist seine Sache nicht. Tobias Bornschein liebt die Abwechslung. Deshalb fühlt er sich so wohl in seinem ersten Job nach Lehranschluss. Der führt ihn gleich zurück zu seinen Wurzeln.

Der 21-Jährige ist Industriemechaniker. Diesen Beruf hat er bei Viega in Großheringen erlernt. In dem Werk werden Rohrleistungssysteme produziert. Die derzeit 29 Lehrlinge durchlaufen nicht nur die Produktionsbereiche, sondern werden auch in der Lehrwerkstatt unterwiesen. Hier gehört Tobias Bornschein mittlerweile zum Ausbilderteam; zeigt seinen ehemaligen Mitschülern, wie Metall bearbeitet wird. „Ich finde es gut, anderen etwas zu erklären, was ich selbst erst vor kurzem gelernt habe“, freut er sich über den Seitenwechsel.

Doch nicht allein die Arbeit mit den Auszubis füllt sein Tagwerk aus. Der junge Mann bereitet sich gleichzeitig auf eine WM-Teilnahme vor. Im Juli findet in Leipzig die Weltmeisterschaft der Berufe, die sogenannte WorldSkills, statt. Als Deutscher Meister der Polymechaniker hat er sich qualifiziert. Nun heißt es, fleißig zu üben. „Seit Ende April stellen wir Tobias vollkommen von der Arbeit frei, damit er sich optimal für den Wettbewerb vorbereiten kann“, berichtet Chris Beck. Er leitet die Lehrwerkstatt.

In Leipzig muss Tobias Bornschein innerhalb von 22 Stunden, verteilt auf vier Tage, ein voll funktionsfähiges Modell einer Maschine bauen. Das kann eine Bohrmaschine sein, eine Drehoder eine Blechwellmaschine. Dazu muss der Industriemechaniker drehen, fräsen, verkabeln, programmieren. Gerade diese Vielfältigkeit reizt ihn; zu sehen wie am Ende alles ineinander greift und funktioniert. Doch nicht nur das Handwerkliche wird geschult. Tobias Bornschein
geht auch auf Reisen. Er war bereits zu einem Teamtreffen der deutschen Mannschaft. In Kürze darf er mit anderen WM-Teilnehmern aus der Schweiz, den Niederlanden, Liechtenstein und Deutschland in Basel unter Wettbewerbsbedingungen trainieren.

Derzeit sei er auf die WM fixiert. Doch macht sich der Facharbeiter auch Gedanken um seine berufliche Zukunft. Er will später gern eine Meisterschule
absolvieren und in naher Zukunft sein Ausbildereignungsprüfung ablegen. Welchen Platz er sich ausrechnet bei der WM? „Am liebsten würde ich natürlich gewinnen“, gibt er zu. Er würde damit in die Fußstapfen eines anderen Viega-Azubis treten. 2003 holte Daniel Rollen den WM-Titel nach Großheringen. Fünf deutsche Meistertitel gehören ebenso zur Bilanz des Thüringer Viega-Werkes.
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1 Kommentar
Simone Schulter aus Weimar | 09.07.2013 | 15:38  
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