Und gleich ein Happyend: Per Annonce zum Glück

Eine Anzeige, eine Antwort: Bei Sabine und Frank Walther hat die Chemie auf Anhieb gestimmt. Schon die erste Anzeige im AA brachte Frank das große Glück. Auch Sabine war Neuling in Sachen Kontaktanzeige, hat nur einmal auf eine Annonce geantwortet. Aber das mit Erfolg. Foto: Simone Schulter
Weimar: Gaberndorf | „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – Diese alte Weisheit gehört nicht zu den Lebensmaximen von Sabine und Frank Walther aus Gabernsdorf. Im Mai 2003 haben sich die beiden kennengelernt und schon im Oktober 2004 ging es zum Standesamt.

Begonnen hatte alles an einem Sonntagmorgen. Sabines Tochter war mit dem Hund Gassi und brachte dabei den Allgemeinen Anzeiger sowie einen guten Ratschlag obendrein mit in die Küche. Der Teenager empfahl seiner Mutter, nicht länger allein zu frühstücken, sondern mal die Kontaktanzeigen genauer zu studieren.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Frank schon die Initiative ergriffen. Er wollte nicht länger allein sein. Wobei, so allein war der dreifache Vater nun doch wieder nicht. Sein Sohn lebte bei ihm. Und trotzdem fehlte etwas zum vollkommenen Familienglück.

„Mit Dir in den Mai“ hieß auch in jenem Jahr die Partnerschaftsaktion des Allgemeinen Anzeigers, die im Frühjahr Paare zueinander finden lässt. Als „pflegeleichten Typen“ pries sich Frank in einer Partnerschaftsanzeige an. Sonntags drauf fand Sabine gerade an dieser Eigenwerbung Gefallen und antwortete spontan. Insgesamt vier Frauen meldeten sich beim „pflegeleichten Typen“ - doch Kontakt hat er nur mit Sabine aufgenommen.

Schicksal? Zufall? Egal! Die Sympathie war auf beiden Seiten schon nach den ersten SMS-Meldungen gegeben. Zwei Wochen gingen die Textnachrichten hin und her. Weil Frank aber ein Mann der Tat ist, besuchte er Sabine schließlich ganz ungezwungen auf der Arbeit. Man ging etwas spazieren auf der Rießnerstraße. „Ich hatte ihn ja vorher noch nie gesehen“, blickt Sabine zurück. „Doch er hat mir gleich gefallen.“ Auch Frank war vom ersten Moment an angetan von Sabine.

„Aus uns ist eine richtige Patchworkfamilie geworden“, freuen sich beide, denn auch die insgesamt vier Kinder aus ihren früheren Beziehungen verstehen sich gut. „Natürlich gibt es gute und schlechtere Zeiten“, räumt Sabine ein. Aber sie habe es nie bereut, sich für Frank entschieden zu haben.

Die ersten Wochen und Monate pendelte das junge Paar zwischen seinen beiden Wohnungen hin und her. Doch so sollte und konnte es nicht bleiben. Die beiden Kinder brauchten ihre eigenen Zimmer und die neue Beziehung Ruhe zum Wachsen.

Eine gemeinsame Wohnung wurde gesucht – natürlich auch im Allgemeinen Anzeiger. Und auch diesmal war der Familie das Glück hold. In Gaberndorf fand man ein Haus, das ausreichend Platz bot, erst zur Miete. Mittlerweile haben Walthers das Haus gekauft.

Inzwischen ist die Familie größer geworden. Denn neben beiden Eheleuten, seinem Sohn und ihrer Tochter kommt nun regelmäßig auch der Schwiegersohn ins Haus. Und wenn Franks erwachsene Töchter sich anmelden, ist auch Babylachen im Espenweg zu hören. Frank ist Großvater geworden.

Dass er sich aber längst nicht als Opa fühlt, macht ein Wunsch deutlich, den sich Sabine und Frank in Kürze erfüllen wollen. Eine kirchliche Trauung.
Standesamtlich hatten beide noch im Oktober 2004 geheiratet. Über 70 Gäste feierten mit ihnen das neue Glück. „Dabei sollte es nur ein kleines Fest werden“, so Frank. Nun wollen beide ihrer Verbindung auch den kirchlichen Segen erteilen zu lassen. In der Gaberndorfer Kirche treten beide vor den Altar. Denn in Gaberndorf fühlen sie sich zu Hause. „Hier wollen wir alt werden!“
Doch mit dem Altwerden haben die 46-jährige Sachbearbeiterin und der 49-jährige Werkzeugmacher noch viele Jahre Zeit. Das Glück zu zweit gleicht einer Verjüngungstour, für die sich beide zu recht ganz schnell entschlossen haben.
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