Zum Frauentag zeigt Inka Spangenberg Gesichter einer Frau

Wann? 14.03.2015 18:30 Uhr

Wo? Possendorf, Weimar DE
Die Gesichter einer Frau: mal schlemisch (Foto: Thomas Abé)
Weimar: Possendorf |

Früher wurde heftig gefeiert am 8. März. Der Internationale Frauentag war eine Institution. Lange her. Inka Spangenberg aus Possendorf will das ändern.

105 Jahre ist es her, seit Clara Zetkinauf einer Konferenz in Kopenhagen vorschlug, einen Internationalen Frauentag einzuführen. Die großen Forderungen jener Zeit sind längst Realität. Frauen haben das Wahlrecht errungen. Beruflich stehen ihnen (fast) alle Türen offen. „Und doch haben wir immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen“, meint Inka Spangenberg. Und mit einer Doppelbelastung, wenn es heißt, Arbeits- und Familienleben zu koordinieren. Deshalb sei es noch immer wichtig, um Gleichberechtigung zu ringen Um so bedauerlicher sei es für sie, dass der 8. März als Frauentag heute fast in Vergessenheit geraten ist.

Sich selbst wichtig nehmen


Die Gastronomin aus Possendorf will das nicht hinnehmen. Der Tag sollte auch weiterhin zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen. In diesem Jahr bietet sie dazu ganz gezielt Gelegenheit. Inka Spangenberg hat gemeinsam mit dem Fotografen Thomas Abé und dem Optiker Axel Stegmann eine Ausstellung vorbereitet. Das Besondere: Die gelernte Hotelfachfrau stellt sich kurzerhand selbst in dem Mittelpunkt. „Ich bin nicht eitel“, erläutert sie ihr Anliegen. Doch sei es Tatsache, dass Frauen dazu neigen, sich selbst zu vergessen, ihre Bedürfnisse hinten an zu stellen. „Wir Frauen vergessen einfach viel zu schnell, wie schön wir sind.“

Inka Spangenberg tritt den Gegenbeweis an. Sie demonstriert mit einer Auswahl an Porträtfotografien Selbstbewusstsein und Selbstironie. Fotograf Thomas Abé hat in seinen Bildern die Gesichter einer Frau festgehalten: mal keck, mal nachdenklich, auch lachend oder verärgert. Mit unterschiedlichen Brillenmodellen konnte Axel Stegmann den Typ variieren. Historische Zitate – unter anderem von Goethe und Nietzsche – bereichern die Fotoausstellung. „Ich habe sie alle selbst ausgesucht“, so Spangenberg, die gern und oft liest. Diese Zitate sollen die Aussagen der Bilder nochmals unterstreichen.


Bildserie erstmals zum Frauentagsdinner zu sehen


Beim Fotoshooting scheint sich Inka Spangenberg sehr wohl gefühlt zu haben. Ihre Bilder zeigt sie anderen mit Freude. Nicht ganz selbstverständlich: Denn seit dem 14. Lebensjahr hat sie sich nur noch selten fotografieren lassen.

Zu sehen ist die Bilderserie im LandhotelPossendorf. Dort wird die Ausstellung am 14. März während eines Frauentagsdinners eröffnet. Zugleich lädt Inka Spangenberg an diesem Tag zu einer kleinen Zeitreise in die Geschichte des Frauentages ein. Schauspieler Michael Junge hat dafür Witziges und Besinnliches zusammengetragen.

Die Ausstellung kann in den kommenden Wochen kostenlos besichtigt werden.
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