Fakten über den Habicht, Vogel des Jahres 2015

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz haben den Habicht zum Vogel des Jahres 2015 gekürt. Damit soll auf seine illegale Verfolgung aufmerksam gemacht werden. Ein Problem, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist. Die Naturschutzorganisation hat Wissenswertes über den greifvogel zusammengetragen. Hier eine kurze Zusammenfassung.

• Bestand:
In Thüringen leben zirka 400 bis 600 Brutpaare, vor allem im Thüringer Wald, im Eichsfeld und Südostthüringen. In waldarmen Gebieten wie im Thüringer Becken kommt der Habicht kaum vor. Und auch das Altenburger Land und der Wartburgkreis sind eher dünn besiedelt.

• Verhalten und Lebensweise:
Habichte gelten als scheu. Aber zur Balzzeit im Spätwinter kann man ihren spektakulären Balzflug beobachten. Von Mitte März bis April legt das Weibchen drei bis vier, blassgrüne Eier. In der Größe vergleichbar mit Hühnereiern. Nach etwa 27 bis 39 Tagen schlüpfen die Jungvögel und machen bereits nach knapp zwei Wochen die ersten Stehversuche. Das Männchen versorgt die ganze Familie bis zu drei Wochen allein mit Nahrung, während das Weibchen den Nachwuchs betreut. Sie selbst geht erst wieder auf die Jagd, wenn ihre Jungen keinen Schutz mehr brauchen. Habichtpartner bleiben ein Leben lang zusammen und sind reviertreu. Außerhalb der Brutzeit werden sie jedoch wieder zu Einzelgängern.

• Lebensraum:
Der Greifvogel mag abwechslungsreiche Landschaften. Für den Bau seiner Nester bevorzugen er hohe, alte Bäume in größeren Nadel- und Mischwäldern. Der geschickte Flieger jagt im Wald, auf Feldern sowie in offenen Landstrichen.

• Aussehen und Stimme:
Man erkennt ihn meist an seinem langen Schwanz. Typisch sind der helle Überaugenstreif und die gelb bis orange gefärbte Iris. Wirklich stimmfreudig ist er nicht, außerhalb der Brutzeit ist er kaum zu hören.

• Beute:
Die Beuteliste des Habichts ist sehr lang und vielseitig: Er frisst, was in seinem Revier zahlreich vorkommt. So kann sich die jeweilige Hauptbeute von Revier zu Revier durchaus unterscheiden. Fast ausschließlich bevorzugen die geschickten Jäger lebende Beute. Nur bei knappem Angebot greift er auch mal auf Aas zurück. Mit bis zu neunzig Prozent Anteil stehen meist mittelgroße Vögel auf dem Speiseplan. Auch kleinere Säugetiere verschmähen sie nicht.
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