Thüringen zu Fuß - W wie Weg: Goethewanderweg zwischen Weimar und Großkochberg

Der Goethewanderweg erinnert an Goethes enge Bindung zu Charlotte von Stein. Ihretwegen hat er des Öfteren den Weg von Weimar nach Großkochberg zurückgelegt. (Foto: m4medien Uwe Germar)
 
Franziska Thomas ist Sachbearbeiterin Tourismus im Landratsamt des Weimarer Landes und kennt den Wanderweg bestens.

Von Weimar führt ein Wanderweg nach Großkochberg. Hier hatte die Familie von Stein ihren Landsitz. Der Weg erinnert an die enge Beziehung, die Charlotte von Stein und Goethe verband. Franziska Thomas, Sachbearbeiterin Tourismus im Landratsamt des Weimarer Landes, beschreibt die Route.

WEG-Einstimmung:
Ob Goethe ein Liebesverhältnis mit Charlotte von Stein hatte, weiß man bis heute nicht genau. Dem Wanderer kann es fast egal sein. Er verdankt dem besonderen Verhältnis der beiden einen interessanten Wanderweg mit viel Landschaft.

WEG-Name: Benannt wurde der Weg natürlich nach Johann Wolfgang von Goethe. Er ist ihn des Öftern selbst abgelaufen. Von Weimar zog es ihn nach Großkochberg. Dort, auf Schloss Kochberg, hatte seine Herzensfreundin Charlotte von Stein ihren Landsitz.

WEG-Start: Der Goethewanderweg startet mitten in Weimar auf dem Wielandplatz.

WEG-Ende: Er endet in Großkochberg am Schloss.

WEG-Länge: 28 Kilometer misst der Wanderweg.

WEG-Zeit: Der normale Wanderer braucht für den Weg sicher sechs bis sieben Stunden. Goethe will es allerdings in vier Stunden geschafft haben. Bei der damaligen Ausrüstung fast unvorstellbar.

WEG-Markierung: Der Goethewanderweg ist mit einem großen weißen G auf grünem Hintergrund gekennzeichnet.

WEG-Begleiter: Eine Waidmühle erinnert in Neckeroda an die Kunst des Färbens mit Waid.

WEG-Steigung und Gefälle: Der höchste Punkt liegt 450 Meter über dem Meeresspiegel in Neckeroda, der tiefste mit rund 200 Metern über dem Meeresspiegel am Start in Weimar.

WEG-Beschaffenheit: Überwiegend sind es Wald- und Feldwege, ein Teil führt auch über asphaltierte Straßen.

WEG-Pausen: Rast machen kann man an der Sankt Hubertushütte. Es liegen aber auch einige Gaststätten am Wegesrand.

WEG-Aussichten: Auf dem Weg liegt der Luisenturm. Auch wenn er nicht geöffnet ist, hat man von dieser Anhöhe aus eine gute Aussicht.

WEG-Gliederung: Der Weg unterteilt sich in vier Etappen, die auch einzeln sehr reizvoll sein können. Die kürzeste Etappe ist drei Kilometer lang und führt von Vollersroda nach Buchfart. Die längste, von Schwarza nach Neckeroda, misst sechs Kilometer.

WEG-Durchlauf: Von Weimar geht es über Buchfart, Saalborn, Hochdorf und Neckeroda nach Großkochberg.

WEG-Abstecher: Ich empfehle den Besuch des Färbezentrums in Neckeroda.

Interessant am WEGesrand: Der Weg führt an Goethes letzter Ruhestätte auf dem Historischen Friedhof in Weimar vorbei.

WEG-Termin: Jedes Jahr am 1. Samstag im Mai wird zu einem Wandertag „Auf Goethes Spuren“ eingeladen. Am 2. Mai 2015 findet die 20. Wanderung dieser Art mit vielen Überraschungen statt. Organisiert wird sie von den Landratsämtern des Weimarer Landes und Saalfeld/Rudolstadt.

Da führt kein WEG vorbei: Wenn man durch Buchfart wandert, überquert man auch eine überdachte Holzbrücke. Sie ist sehr sehenswert. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Wassermühle mit Wasserrad. Beides wurde in den vergangenen Jahren sorgsam restauriert.
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