WC auf der Leuchtenburg bietet Landschaftskino - nicht nur zum Welttoilettentag am 19. November

Stiftungsdirektorin Dr. Ulrike Kaiser zeigt das Landschaftskino, dass sich Männern auf dem Örtchen bietet.
Seitenroda: Leuchtenburg |

Am 19. November ist Welttoilettentag, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Sehen Sie selbst, wo es das wohl schönste Örtchen in Thüringen gibt.

Müssen muss man. Und das täglich mehrmals. Um so wichtiger ist es, ein passendes Örtchen zu finden. Das ist nicht immer einfach. Reisende auf Jenas Paradiesbahnhof beispielsweise können davon ein Lied singen. Kein einziges öffentliches WC gibt es dort.

Etwas anders sieht es im Stadtzentrum aus. In der so genanntenU-Bahn gibt es ausreichend Gelegenheit, um seine Notdurft verrichten zu können. Obendrein kann man darüber staunen, was tief unterm Marktpflaster geschaffen worden ist.

Nicht alltäglich ist auch die öffentliche Toilette im Besucherzentrum der Leuchtenburg. Zum Nulltarif können sich die Herren hier nicht nur erleichtern, sondern auch einen tollen Blick ins Saaletal. „Wir haben in Thüringen sicher die Toilette mit dem schönsten Ausblick“, schwärmt Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der Leuchtenburg-Stiftung. Für die Damentoiletten sei ein großes Panoramafenster leider baulich nicht zu realisieren gewesen. „Viele Frauen schauen sich dieses Landschaftskino trotzdem gern mal an. Aber natürlich warten die, bis die Toilette frei ist“, erklärt Dr. Kaiser mit einem Augenzwinkern.

Man könne schon so etwas wie einen Kultstatus ausmachen, den das WC seit seiner Eröffnung 2012 erringen konnte. Das Besucherzentrum war damals der 1. Neubau auf dem Burggelände seit 150 Jahren. Eindrucksvoll ist nicht nur die Aussicht, sondern auch die Farbwahl auf der Herren-Toilette. Pink sei da eher ungewöhnlich, gibt Dr. Kaiser zu. Doch die Farbe komme gut an.

Auf Sauberkeit und Ausstattung der Toiletten legt man auf der Leuchtenburg großen Wert. „Sie spiegeln schließlich den Charakter des Hauses wieder“, ist sich die Stiftungsdirektorin sicher. Deshalb spiele man auch hier mit dem Thema Porzellan aus der neuen Dauerausstellung. In jeder der insgesamt fünf Toilettenanlagen seien andere Porzellanwaschtische und WC-Schüsseln eingebaut, hat man mit unterschiedlichen Stilen gearbeitet.

Auf der rund 800 Jahre alten Burg wird natürlich auch daran erinnert, wie man sich einst behelfen musste. Der mittelalterliche Abort lässt wahrlich tief blicken. „Hier bekommt der Begriff WC eine völlig neue Bedeutung“, schmunzelt Dr. Kaiser. Es stehe mehr für Wind-, als Wasser-Klosett.
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