17. Juni 1953!

Am 10. März 1952 bot der sowjetische Regierungschef Josef Stalin den
Westmächten (Frankreich, Großbritannien und USA ) in einer Note
Verhandlungen über die Wiedervereinigung und Neutralisierung
Deutschlands an. Bundeskanzler Konrad Adenauer, die westdeutsche
Öffentlichkeit und die Westmächte lehnte diese ab. Sie wollten kein
neutrales, wiedervereinigtes Deutschland zu zulassen.

Durch den zweiten Weltkrieg musste die SU verheerende Verluste
verkraften und konnte deshalb nicht wie die USA einen Marshallplan für
ihre Besatzungszone bzw. später die DDR und deren Bevölkerung bieten.
Für Stalin war klar, dass durch diesen Unterschied in den
Lebensstandards West und Ost eine Unruhe bei der Bevölkerung im Osten
zu einem Aufstand führen könnte, auch deshalb die vorausschauende Note.

Leider hat der Dichterfürst Goethe recht mit dem, was er in seinem
Zauberlehrling schreibt: "Die Geister, die ich rief, die werde ich
nicht mehr los." Oder anders, die Revolution entlässt ihe Kinder.
Die vielen Bürger, welche die friedliche Revolution 1989/90 in der DDR
durchgesetzt haben, hatten bei der Entwicklung der Deutsch Einheit
nichts zu sagen, aber die Folgen zu tragen.
Es wird heutzutage ein Abbau des Sozialstaates sondergleichen zu Lasten
der Bürger nach USA-Vorbild mit allen Mittel betrieben. Zehntausende
Menschen, Arbeiter und Angestellte stehen durch die neoliberale Politik
über Nacht vor dem Aus. So wie jetzt erst wieder die Schlecker-Frauen...

Die Teilnehmer des Arbeiter- bzw. Volksaufstandes vom 17. Juni 1953
werden daher gern von den Nutznießern der Deutschen Einheit für Ihre
Ziele instrumentalisiert, um so von den Problemen heutiger Gesellschaft
abzulenken.

Stanislav Sedlacik, 99427Weimar
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