67. Jahrestag der Selbstbefreiung Buchenwalds

Eva Pusztai sprach für die Überlebenden
 
Ehrung der Toden durch den Präsidenten des Internatioinale Buchenwald - Kommitees Bertrand Herz
Heute nahm ich mit vielen Antifaschisten an der Gedenkfeier in Buchenwald auf dem ehemaligen Appellplatz teil.
Bewegende und mahnende Worte hörten wir von Bertrand Herz, dem Präsidenten des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Eva Pusztai, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald.
Meine Eindrücke hielt ich in den folgenden Bildern fest.
Inhaltlich unterstütze ich den Aufruf der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis e.V.:

In Erinnerung an das Leiden der Opfer und den Kampf der Häftlinge für eine Gesellschaft ohne Faschismus und Krieg treten wir heute ein
- für ein sofortiges Verbot von NPD und anderen faschistischen
Organisationen!
- gegen Naziterror und geheimdienstliche Verstrickungen!

Seit Jahrzehnten haben die überlebenden Häftlinge von Buchenwald ihre Stimme erhoben gegen die Gefahren des Neofaschismus und dessen rassistischen Gewalt. Die Morde der faschistischen NSU und die
jahrelange ungehinderte Freizügigkeit der Mörder machen zudem deutlich: Der geheimdienstliche „Verfassungsschutz“ verhindert weder Verbrechen der Nazis, noch schützt er die in Deutschland von faschistischen Organisationen immer wieder mit rassistischer Propaganda und zügelloser Gewalt angegriffenen Menschen.
Darüber hinaus ist nicht mehr auszuschließen, dass V-Leute und Beamte des „Verfassungsschutzes“ direkt in Straftaten verstrickt sind, diese zumindest dulden oder verschweigen.
„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
Wer dieses politische Vermächtnis der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald heute als alltägliche Herausforderung für sich selbst und für die Verteidigung demokratischer
Rechte versteht, der vertraut nicht (ausschließlich) auf die „Selbstheilungskräfte“ des Staates und seiner Organe, sondern stellt sich mit anderen quer, wenn Nazis die Straßen für sich gewinnen wollen;
klärt auf, wenn sie mit fremdenfeindlicher, rassistischer Propaganda die Köpfe der Menschen „vernebeln“ möchten; mischt sich ein, wenn sie Mitbürger/innen demütigen und attackieren.
Zivilcourage und Mut zum antifaschistischen Bekenntnis sowie Engagement - damit werden die Nazis dauerhaft ihrer Freizügigkeit beraubt und in die Schranken gewiesen, werden staatliche Organe und Gerichte nachhaltig zum konsequenten Handeln gegen die Faschisten motiviert, werden gesellschaftliche Verhältnisse geschaffen, in denen für Fremdenhass, Rassismus und Faschismus kein Platz mehr ist.
Dazu kann jede/r persönlich einen aktiven Beitrag leisten: durch die Unterstützung regionaler Bündnisse gegen Rechts und gegen Naziaufmärsche, die Forderung nach einem sofortigen Verbot der NPD und aller anderen faschistischen Organisationen sowie die uneingeschränkte Solidarität mit jenen, die den ständigen
Verleumdungen und Überfällen der Nazis ausgesetzt sind.
Das Gedenken der Opfer der faschistischen Verfolgung in den faschistischen Haftstätten und des heutigen neofaschistischen Terrors sind für uns Verpflichtung zum politischen Handeln. Denn
„Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.05.2012 | 20:53  
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