Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren

  Menschenrechtsorganisation bekämpft Sklaverei in Mauretanien
Die Islamische Republik Mauretanien ist eine Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt ist Mohamed Ould Abdel Aziz (Amtsantritt 05. August 2009) und Islam ist die Staatsreligion. Mauretanien liegt im nordwestlichen Afrikas, am Atlantik. Die Nachbarn sind Algerien, Marokko, Mali und Senegal. Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland mit Wüsten- und Sahelklima. Pro-Kopf-BIP: 975,42 € (2009).
Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2011, verlieh die Stadt Weimar zum 17. Mal in Folge einen Menschenrechtspreis, diesmal an den Juristen Biram Dah Abeid aus Mauretanien. Der 46-Jährige Biram Dah Abeid ist Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation IRA (Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffung der Sklaverei) und setzt sich seit Jahren gegen die immer noch weit verbreitete Sklaverei in seinem Heimatland ein. Dieser Menschenrechtspreis der Stadt Weimar kann einen wichtigen Beitrag leisten, dass Biram Dah Abeid in seiner Heimat nicht mehr bedroht wird. Kevin Bales ein USA – Soziologe, welche weltweit als führender Sklaverei -experte gilt schreibt in seinem Buch ,, Die neue Sklaverei“: Im heutigen Mauretanien gibt es keine Sklaverei, doch wohin man auch blickt, an jeder Straßenecke und in jedem Laden, auf allen Feldern und Weideflächen sieht man Sklaven. Sie fegen und putzen, sie kochen und betreuen die Kinder, sie bauen Häuser und hüten Schafe, schleppen Wasser und Ziegel – sie erledigen alle Arbeiten, die mühselig, unangenehm und schmutzig sind. Die Wirtschaft Mauretaniens lastet einzig auf ihren Schultern; erst ihre nie endende Plackerei ermöglicht den Herren ihr angenehmes Leben und garantiert sogar den Lebensunterhalt derer, die keine Sklaven halten.
Deshalb hat die Regierung Mauretaniens in der vergangenen Zeit nichts unversucht gelassen, Biram Dah Abeid mundtot zu machen. So sei ein falsches psychologisches Gutachten gestreut worden, in dem er für vermeintlich geisteskrank erklärt worden sei. Führende muslimische Imame hätten ihn zum Feind des Islam abgestempelt, weil er mit seiner Kritik an der anhaltenden Versklavung von 500.000 schwarzen Mauretanien die "Gott gegebene Ordnung" in dem Land gefährde. Für sein Engagement, war er auch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurden und nur durch den internationalen Druck frei gekommen. Was kann und sollte die Europäische Union tun? Die EU sollte die weitere Entwicklungshilfe für Mauretanien von einem entschiedenen Eintreten der mauretanischen Regierung gegen die Sklaverei im Land abhängig machen.
Die EU muss sich auch gemäß ihrer "Richtlinien zum Schutz von Menschenrechtlern" dafür einsetzen, dass Menschenrechtler, die sich gegen die Sklaverei engagieren, in Mauretanien nicht länger eingeschüchtert und verfolgt werden!
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte | Artikel 1 besagt:
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Herr Biram Dah Abeid aus Mauretanien, ist für uns Ansporn und Motivation, auch für die Menschenrechte in der BRD weiter zu streiten.

Stanislav und Heidrun Sedlacik, 99427 Weimar
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