Am Sonntagvormittag im Deutschen Nationaltheater (DNT) Weimar

Eröffnung der Wanderausstellung mit dem Titel: »Friedrich Ebert – Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten«

Es war eine dem Ereignis ansprechende Veranstaltung mit Grußworten und Ansprachen und schauspielerischen Einlagen, die die Situation von damals rekonstruierten.

Nach dem festlichen, offiziellen Teil suchte ich mit dem prominenten Gast Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. das Gespräch.
Ich stimmte seinen Worten von Demokratie , Freiheit und Verantwortung in seinem Grußwort größtenteils zu....auch seiner Frage: „ Haben wir nichts aus dem 2. Weltkrieg gelernt? ''. Daraufhin fragte ich Ihn, warum dann die SPD die Soldaten in den Krieg schickt?

Er versuchte es mir klar zu machen. Die Gräueltaten in den betroffenen Staaten, wo wir militärisch präsent sind, zwingen uns dazu nicht tatenlos zu zuschauen, sondern wir mussten handeln. Ich erwiderte, sie sprechen nur über die Auswirkung, aber wir müssen doch die Ursachen bekämpfen und wir sind schon so lange präsent im Kosovo, Afghanistan und unterstützen die Freie syrische Armee, aber ohne Erfolg. Herr Kurt Beck Ministerpräsident a.D. meinte dazu: „ Wir haben die Situation in diesen Ländern falsch eingeschätzt“ und widmete sich den anderen Gesprächspartnern.

Wie kommt Kurt Beck zur so einer Aussage? Aus dem Internet erfuhr ich, dass er bei der Bundeswehr gelernt hat und dort als Zivilbeschäftigter bis 1985 tätig war. Als Ministerpräsident war er der Bundeswehr treu geblieben und sprach bei Gelöbnissen, Festakten oder Verabschiedungen der Soldaten in die Auslandseinsätze. Als er nach 18 Jahren von seine Funktion verabschiedet wurde, hat ihn die Bundeswehr mit einer feierlichen Serenade vor der Staatskanzlei in Mainz am Abend des 16. Januars 2013 geehrt.

Das wirft für mich neue Fragen auf. Welche Demokratie und Freiheit hat Herr Kurt Beck, Ministerpräsident a.D., in seinem Grußwort gemeint?
Als ehemaliger SPD-Vorsitzender, ehemaliger Ministerpräsident und jetziger Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung beeinflusse er doch die Politik und als Verwaltungsratschef des ZDF die öffentliche Meinung. Weiterhin gehört er zu einem fünfköpfigen Gremium des Pharmariesen Boehringer Ingelheim, welcher die Unternehmensleitung in strategischen Fragen unterstützt. Boehringer Ingelheim zählt nach eigenen Angaben weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen und beschäftigt rund 47 700 Mitarbeiter, knapp 14 800 davon in Deutschland.
Soweit die Informationen, nun war mir auch klar, warum ich keine andere Antwort von Herrn Kurt Beck zu erwarten hatte.

Somit widmete ich mich anschließend der interessanten Wanderausstellung.
Diese ist dem politischen Leben und Wirken von Friedrich Ebert gewidmet. Anhand von Fotografien und Reproduktionen von Briefen, Zeitungen, Urkunden, Plakaten und anderen Veröffentlichungen wird das Leben des ersten deutschen Reichspräsidenten von den Anfängen in seiner Jugendzeit in Heidelberg bis zu seinem Tod in Berlin nachgezeichnet und visualisiert. Die Ausstellung ist vom 8. bis 13. November 2015 im Foyer 2, DNT Weimar während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.
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