Beim Besuch eines fremden Landes sollte man sich vorher informieren!

Mit Interesse las ich das Reise Journal in der TLZ am 5. Januar von Jens Hirsch über Tibet und machte mir meine eigenen Gedanken.
Tibet "Land des Schnees" und sein Kulturraum, dass ist das tibetische Hochland. Dieses ist zirka 2,5 Millionen km² groß und ist zwischen China, Indien und Nepal verteilt. Die tibetische Kultur definiert sich in erster Linie in ihrer Religion, in ihrer typischen Küche, der Literatur sowie der Kunst.
Die Kernbotschaft von Herr Jens Hirsch in seinen Reisebericht:
,,Tibet - dem Himmel so nah und dabei zugleich der Freiheit so fern“.
Ist ein Tibetisches Volkslied: ,, Chongpon yatog sher red“: Die reicher werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Aber sie sind immer füreinander da. Das friedliche Miteinander, das ist die tibetische Kultur.
Aber das betrifft nach Herrn Hirsch nur das Autonome Gebiet Tibet mit seinen 1,22 Millionen km², welcher der Volksrepublik China gehört.
Bei der Grenzkontrolle hat er sich nach dem Gruß von den Chinesischen Grenzbeamten “Welcome to China“ nicht getraut mit dem tibetischen ,,Dashi Delek = guten Tag“ zu antworten. Dabei sind Tibetisch und Chinesisch gleichberechtigte Amtssprachen.
Vor 60 Jahren gab es in Tibet keine Straße, das traditionelle Verkehrsmittel, waren Tragtieren (Yaks). Aber bis 2015 wurden zirka 70.000 km Straßen neu gebaut. Ab 2007 ist die Lhasa-Bahn, 1125 km lange Eisenbahnstrecke in Betrieb und wird weiter zum zweitgrößten tibetischen Stadt Xigaze ausgebaut. Zurzeit sind fünf zivile Flughäfen in Tibet in Betrieb. Der Sechste wird auf 4436 Metern Höhe im Bezirk Nagqu zirka in drei Jahren fertig gestellt.
Bis 1950 war die Gesellschaft in Tibet von Leibeigenschaft und der Herrschaft der Mönche dominiert und es gab 1950, zirka 1,2 Millionen Einwohner. Aber beim Zensus 2010 lebten in Tibet 92,77 % Tibeter, das sind zirka 2,8 Millionen. Die Lebenserwartung war 1959 zirka 35 Jahre, 2004 sind es schon 67 Jahre. Eine Studie des Instituts für traditionelle tibetische Medizin an der Universität Tibet ergab, dass das schnelle Wachstum der Lebenserwartung der tibetischen Bevölkerung auf die rapide Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft, die Erhöhung des Lebensniveaus der Bevölkerung und die Verbesserung der medizinischen Betreuung und Gesundheitsfürsorge zurückzuführen ist.
Herr Hirsch schrieb, dass zirka eine Million Tibeter haben die Chinesen ermordet. Das wäre ja Völkermord! Aber der 14. Dalai Lama sagte nur, dass China verübe an den Tibetern einen ,, kulturellen Völkermord“.
Vom Westen wurde eingeschätzt, dass beim Aufstand 1959 haben zirka 86.000 Menschen sein Leben geopfert. Dazu kommt die Verluste von Chushi Gangdrug, (Vier Flüsse, sechs Bergzüge), einer Guerillas-Bewegung. Der US-Geheimdienst CIA bildete seit 1957 die Bauern, Mönche und Nomaden zu Guerillakämpfer aus und unterstütze sie mit Geld und Waffen. Die tibetischen Guerillakämpfer erschien den amerikanischen Strategen als eine mögliche Alternative, die Volksrepublik China zu destabilisieren. Mit eine Kalachakra-Tantra (diese fördert einen blutigen Religionskrieg zwischen Buddhisten und Nicht-Buddhisten um die Weltherrschaft) hat der 14. Dalai Lama dem Guerillas-Bewegung im Jahre 1957 gesegnet. Erst als die CIA ihre Unterstützung für die Guerillas-Bewegung eingestellt hat, appellierte 1974 der 14. Dalai Lama an die Guerillas, die Waffen niederzulegen. Erst im Oktober 1998 bestätigte die Tibetische Exilregierung, dass sie von der CIA viel Gelder für die Guerillas-Bewegung bekommen hat.
Der Buddhismus ist in den Westen nur als eine friedliebende Religion bekannt, die den Menschen aus ihrem Elend helfen will – und eben nicht als Ideologie mitsamt eines Herrschaftsapparates, wie es bis 1950 die Mönchen und Lamas in Tibet praktiziert haben.
Die Ikone des West-Pazifismus, der 14. Dalai Lama - Tendzin Gyatsho, wird sehr gern im Westen von führenden Politikern empfangen, aber die Volksrepublik China ist zu mächtig an Tibet zu zerbrechen.
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