Bücherverbrennung vor 82 Jahren, Weimar erinnerte mit Lesungen daran

Am 10. Mai 1933, wurden in mehr als 20 deutschen Städten Bücher von Autoren verbrannt, die den damals herrschenden Nazis nicht passten. 1933 hat Erich Kästner auf dem von Flammen und Scheinwerfern taghell erleuchteten Berliner Opernplatz mitansehen müssen, wie seine Bücher ins Feuer geworfen wurden. Nicht Hitler, sondern Studenten organisierten die Aktionen. Die nationalsozialistische Studentenvereinigung organisierte in der Hauptstadt Berlin und einundzwanzig weiteren Universitätsstädten Aktionen, die für viel Aufsehen sorgten: Nach Fackelumzügen und Reden auf öffentlichen Plätzen wurden zwischen elf Uhr abends und Mitternacht Zehntausende Bücher verbrannt, deren Autoren den Nazis nicht passten. Damit so etwas nie wieder passiert, wird immer am 10. Mai daran erinnert.
Die Bücherverbrennung war keine Aktion einzelner Studenten: Allein in Berlin machten 70.000 Menschen mit. Und Joseph Goebbels, der in der Nazi-Regierung als Minister dafür zuständig war, die Sichtweise der Bevölkerung im Sinne der Nazis zu beeinflussen, hielt während der Bücherverbrennung eine Rede.
Studenten, Professoren und andere Bürger sollten ihre eigenen Bücherregale, aber auch die von Bibliotheken und Buchhandlungen vom "undeutschen Geist" befreien.
Dazu zählten unter anderem Bücher der Autoren Bertolt Brecht, Heinrich Heine und Erich Kästner. Erich Kästner hatte Kinderbücher wie "Emil und die Detektive", "Pünktchen und Anton" sowie "Das fliegende Klassenzimmer" geschrieben, aber auch Romane und Gedichte für Erwachsene.
Bei den Bücherverbrennungen, die sich insgesamt von März bis August 1933 hinzogen, ist es aber zum Glück nicht gelungen, alle Bücher zu verbrennen, die den Nazis nicht passten. Denn es gab auch mutige Andersdenkende, die solche Bücher aufbewahrten. Ich las heute aus dem Buch: Zwischen hier und dort – Reisen mit Erich Kästner. Vielen Dank an die Organisatoren des BgR und die vielen Mitlesenden auf dem Theaterplatz.
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