CDU Opferrente!

Der Thüringer CDU-Generalsekretär Mario Voigt (geboren 1977 und ein
evangelischer Christ) vertritt die Auffassung, dass der Sieger mit dem
Moralkodex in der Hand über den Besiegten zu Gericht ziehe und ihn
bestrafe auch für das, was der Sieger selbst gegen Besiegten begangen
hat. Er beschäftigt sich leider nur mit der Geschichte der DDR und nicht
gleichzeitig mit der Geschichte der BRD. Das eine ist aber ohne das
andere nicht möglich. Die Teilung unseres Landes war eine Folge des von
Nazi-Deutschlands ausgelösten Zweiten Weltkriegs und sie wurde durch
Bundeskanzler Adenauer (CDU) um Jahrzehnte verlängert.

Dem Stalin war klar, dass er dem US-Marschall-Plan in Westen, im Osten
nichts entgegenzusetzen habe und dass daher Unruhe im Osten
vorprogrammiert waren. Die Sowjetunion war durch den Krieg
wirtschaftlich ruiniert, während auf dem Territorium der USA im Krieg
keine einzige feindliche Bombe explodiert hat, so dass die US-Wirtschaft
ungehindert produzieren konnte.
Deshalb bot Stalin 1952 den Westmächten in einer Note Verhandlungen über
die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschland an. Durch die
Öffnung von Archiven besonders auf Seiten der USA in den letzten Jahren
wurde deutlich, dass es auch innerhalb der westlichen Siegermächte
Überlegungen gab, die Note anzunehmen und ein neutrales,
wiedervereinigtes Deutschland zuzulassen. So wie es im gleichfalls von
den vier Mächten besetzten Österreich im Jahr 1955 realisiert worden ist.

Aber der Bundeskanzler Adenauer (CDU) lehnte Stalin Angebot kategorisch
ab. Seine Aussagen sind allgemein bekannt:
"Lieber 41 Millionen Deutsche in Freiheit als 63 Millionen in
Unfreiheit" oder "Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze
Deutschland halb", war seine Antwort und so hielt die Teilung des Landes
weitere fast 40 Jahre an.

Somit wurden die DDR-Bürger aus den Annehmlichkeiten des Marschall-Plans
ausgeschlossen und gezwungen, aus den Ruinen ohne fremde Hilfe ein Land
aufzubauen. Aber viele DDR-Bürger wollten nicht wahrhaben, dass die
Teilung Deutschlands nur am Widerstand der BRD gescheitert ist und
rebellierten gegen die SED. Bedauerlicherweise haben manche dabei bis
1989 persönliche Freiheit, Gesundheit oder auch ihr Leben geopfert. Wenn
CDU-Generalsekretär Mario Voigt deshalb eine erweiterte SED-Opferrente
fordert, ist das richtig. Aber auf der Grundlage der vorhandenen Fakten
zur Geschichte Deutschlands nach 1945, fordere ich für alle gewesenen
DDR-Bürger eine CDU-Opferrente!
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2 Kommentare
7
Joachim Sturm aus Apolda | 04.12.2012 | 17:47  
1.003
Stanislav Sedlacik aus Weimar | 05.12.2012 | 10:49  
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