Dem Bürger kaum noch zu vermitteln, warum, wieso, weshalb?...

Weimar: Legefeld | Das haut dem Fass nun schon bald den Boden aus. Besonders als Ortsteilbürgermeisterin ist es mir nur noch schwer, oder kaum möglich, meinen Einwohnern, oder den Bürgern überhaupt, zu vermitteln, weshalb nun die Stadt in großen Zügen den „kleinen Bürger“ abzockt, um Haushaltslöcher zu stopfen.

Da muss man sich ja schon fast schämen, auch Stadträtin zu sein. Aber, ich schäme mich nicht, denn ich gehöre zum Glück dem Bürgerbündnis „weimarwerk“ e. V. an, wo man diese Schritte der Stadt auch nicht unbedingt für gut heißt.

Ich persönlich, finde es z. B. auch ganz unmöglich, dass sich die Stadtspitze nun ausgerechnet in Weimar-West, im Bürgerzentrum, z. B. mit Herrn Bundesvorsitzenden Gabriel (SPD) brüstet. In dem Stadtteil, der sich „Soziale Stadt“ nennt. Wahrscheinlich ist gerade das aber einer von den Stadtteilen, wo die meisten sozial schwachen Bürger z. B. mit einem Vierbeiner (Hund) leben. Doch genau oder gerade diese Menschen, für die mitunter ihr „Bello“ noch das Einzigste ist, was sie glücklich macht und ihnen den Ausgleich für ein noch einigermaßen schönes soziales Leben schafft, sollen nun mit einer Hundesteuererhöhung belastet werden.

Zumeist sind es sicherlich auch einsame Seniorinnen und Senioren, für die ihr Hund, z. B. nach Tod des Ehepartners oder so, nur noch der einzigste Partner und Lebensbegleiter ist. Deshalb haben mich, im Übrigen auch als Mitglied im Seniorenbeirat und Sozialausschuss sowie Vizevorsitzende im Behindertenbeirat z. B. auch die Worte von Stadtrat Trommsdorf (SPD) in der gestrigen Stadtratssitzung berührt. Er hat mit seinem Anliegen, ggf. die Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren von der Hundesteuer zu befreien, zumindest nach einem sozialen Weg für die betroffene ältere Generation gesucht. Bloß gut, dass wenigstens Blindenhunde nicht auch noch mit einer solchen Steuer belastet werden!

Natürlich gibt es sicherlich auch noch ausreichend wohlhabende Seniorengruppen, aber diese leben bestimmt am wenigsten dann auch gerade in den Wohngebieten, der „Sozialen Stadt“. Ich ärgere mich auch sehr oft über Hundehalter, die sich z. B. nicht daran halten, ihren „Bello“ an der Leine zu führen oder die „Hundetüte“ dabei zu haben. Aber, das sind wahrscheinlich kaum Hundehalter, die den o. g. sozialen Aspekt betreffen. Eher sollte hier verstärkt kontrolliert und durchgegriffen werden! Zur Arbeit des Ordnungsamtes zählt nämlich nicht nur allein das „Knöllchen verteilen“! Aber auch die Variante „Hundetütenbehälter“, die vermisse ich in Legefeld beispielsweise gänzlich…

Dass es in „meinem“ Ortsteil auch Probleme gibt, was die Neuregelung zum „Müll“ betrifft, dazu äußerte ich mich schon mehrmals und tue dies deshalb hier nicht noch einmal. Es wird sich nun zeigen, was die zum Glück erzielte nochmalige Prüfung/Überarbeitung der neuen Satzung bringen wird. Ich hoffe nur nicht, dass darin dann trotzdem noch irgendwo eine versteckte Gebührenerhöhung sitzen wird. Und: immer wieder zu Lasten des „kleinen Bürgers“!

Des Weiteren bin ich nach wie vor gespannt, ob das Landesverwaltungsamt etwa der vom Stadtrat verabschiedeten neuen Friedhofssatzung zustimmt, denn wenn diese tatsächlich genehmigt wird, dann trifft es auch hier ja nur wieder „den kleinen Bürger“, den man mit höheren Gebühren belastet. Vor allem, gleich mit einer „Keule“ an Erhöhung, nur weil es die Stadtverwaltung Weimar, mit der Spitze des OB Wolf war, die es versäumt hat, in regelmäßigen Zeitabständen ihre verpflichtende Anhebung von Gebühren vorzunehmen…

Ist das noch normal bzw. sozial? Ich hoffe und wünsche mir nur, dass zur OB-Wahl am 22.04.2012 die Bürger wählen gehen und entsprechende richtige Konsequenzen ziehen! Eines ist dabei am aller Wichtigsten: Gar nicht wählen gehen, das ist der falsche Weg!!! Ihre Petra Seidel
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11 Kommentare
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Renato Pietsch aus Heiligenstadt | 02.03.2012 | 15:03  
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Karin Jordanland aus Artern | 02.03.2012 | 17:20  
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Renato Pietsch aus Heiligenstadt | 02.03.2012 | 19:04  
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Petra Seidel aus Weimar | 02.03.2012 | 19:23  
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Manfred Kappler aus Nordhausen | 02.03.2012 | 20:42  
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Petra Seidel aus Weimar | 02.03.2012 | 21:13  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.03.2012 | 01:35  
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Petra Seidel aus Weimar | 03.03.2012 | 09:15  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.03.2012 | 16:19  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 03.03.2012 | 16:23  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 03.03.2012 | 21:25  
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