Eine Kommission soll die Rolle der Ost-CDU in Thüringen neu bewerten!

Die zehnköpfige Kommission, aus Persönlichkeiten der DDR-Opposition, dem Münchner Institut für Zeitgeschichte, sowie dem Dresdner Hannah-Arendt-Institut soll bis 2018 der Öffentlichkeit entsprechende Ergebnisse vorlegen. Die Kommission wird geleitet von Prof. Jörg Ganzenmüller. Er ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, 1969 in Augsburg geboren, studierte und wirkte bis 2004 auf der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
(UNI-Motto ''Die Wahrheit wird euch frei machen.'' Joh 8,32.)

Wichtig finde ich, dass diese Kommission nicht nur die Geschichte der CDU in der DDR bewerten kann, sondern auch gleichzeitig die Geschichte der BRD einbeziehen muss. Das Eine ist ohne das Andere nicht möglich. Die Teilung unseres Landes war eine Folge des von Nazi-Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieges. Stalin bot 1952 den Westmächten in einer Note Verhandlungen über die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands an. Der Bundeskanzler Adenauer (CDU) lehnte Stalins Angebot kategorisch ab. Seine Aussagen sind allgemein bekannt: "Lieber 41 Millionen Deutsche in Freiheit als 63 Millionen in Unfreiheit" oder "Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb", war seine Antwort und so hielt die Teilung des Landes fast weitere 40 Jahre an.

Da hat die Kommission keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Die CDU etablierte ähnliche Parteistrukturen wie die SED. Das Vermögen der Partei wie auch der politische Kurs wurde von einigen wenigen Generalsekretären kontrolliert und die Mitglieder wurden in die gesellschaftlich-politischen Strukturen der DDR integriert.
Die Partei war in Ortsgruppen, Kreisverbände und Bezirksverbände gegliedert. Ab Kreisverband gab es Hauptamtliche Funktionäre, es gab Bürgermeister, Kreis und Bezirk Räte. 52 Abgeordnete gehörten der Volkskammer an. Die CDU Mitglieder waren im Präsidium der Volkskammer, im Staatsrat, im Ministerrat und dessen Präsidium der DDR tätig. Ungefähr 30.000 CDU-Mitglieder waren in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen der Nationalen Front, über 15.000 als Abgeordnete und Nachfolgekandidaten in den verschiedensten gewählten Vertretungen tätig. ( Quelle: Wikipedia)

Die CDU in der DDR rechtfertigte auch den Mauerbau 1961. Sie betrieb auch politische Propaganda gegen die West-CDU. Zum Beispiel mit dem Blaubuch vom Sekretariat des Hauptvorstandes der Christlich-Demokratischen Union Deutschland Berlin 1968: ''CDU / CSU Kreuzritter des Kapitals''. Noch heute kann man diesen Buch offiziell erwerben.

Auf ihrem Sonderparteitag am 15./16. Dezember 1989 bekannte sich die DDR-CDU, entgegen ihren bisherigen langjährigen Bekenntnissen als „Partei des Sozialismus“ und Blockpartei zur Marktwirtschaft und zur „Einheit der Nation“, in Übereinstimmung mit der West-CDU.

Mich würde deshalb interessieren, was ist aus den hauptamtlichen Funktionären der Partei geworden und den über 15.000 Abgeordneten und Nachfolgekandidaten in den verschiedensten gewählten Vertretungen der DDR, waren das plötzlich alles Opfer? Wie haben sie es geschafft über Nacht neue Demokraten zu werden, was man den Mitgliedern der SED/ PDS/ LINKEN bis heute abspricht?
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2 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 26.07.2015 | 10:10  
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Stanislav Sedlacik aus Weimar | 29.07.2015 | 21:09  
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